Die Scheidungsapp, welche sich taktvoll „It´s Over Easy“ nennt, verspricht den Noch-Ehepaaren eine Scheidung im Handumdrehen, keine lästigen Meetings mit Anwälten, keine Bürokratie.
Erfinderin dieser glorreichen App ist Scheidungsanwältin Laura Wasser, die damals auch die Scheidung von Britney Spears vollzogen hat.
Mit 750 Dollar kriegt man die standardisierte App. Braucht man ein wenig mehr Service können es auch gleich mal 2500 Dollar werden plus Bearbeitungsgebühr der Behörden.

teddyhandy

Funktionen der App
Die Ehepaare müssen einen Fragenkatalog abarbeiten, welche von der App in die offiziellen Scheidungsformulare übertragen werden.
Mit einem weiteren Klick werden diese dann auch gleich an die Behörden weitergeleitet.
Ähm…fertig?

Ja, theoretisch wäre alles Weitere jetzt Sache der Behörden. Hört sich tatsächlich nach der einfachsten Scheidung der Welt an.
Jedoch eignet sie sich natürlich nur für Paare, die sich einvernehmlich trennen. Dann kann man wirklich stressfreier den Bund der Ehe auflösen und Zeit und Geld für Anwälte einsparen.

videokonferent

Wenn die Scheidung sich als schwieriger herausstellt, gibt es auch Beratung von Fachanwälten, die per Videokonferenz dazugeschaltet werden können. Praktisch, denn auch hier spart man sich den Gang zum Gericht oder in die Kanzlei.

Negativ: Wenn es zu hitzig wird, kann einer der Ehepartner einfach Klick machen – und abschalten.

Da muss also jeder für sich selbst wissen, ob der menschliche Kontakt gewünscht, von Vorteil oder ein Hindernis ist.

Rechtslage
Jetzt die allerwichtigste Frage: Ist die App denn überhaupt rechtskräftig? Gute Nachricht (?): Ja, das ist sie. Schlechte Nachricht: Natürlich nur im Land, wo eh alles möglich ist, den USA.
Düdüümm. Dort ist das Scheidungsverfahren nämlich ziemlich schlicht gehalten und bietet sich somit eher für eine App an, als das deutsche Scheidungsverfahren. Schade! Oder?