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Ein Mensch kann noch so schön sein wie er will, wenn er oder sie den Mund aufmacht und nur dummes Zeug rauskommt, sind die meisten erst mal abgeschreckt. Schade: Hübsch verpackt, aber der Inhalt stimmt nicht.

Tatsächlich gibt es aber auch Menschen, die sich vom Aussehen so überhaupt nicht beeindrucken lassen. Ein Sixpack oder große Brüste lassen sie völlig kalt. Nur mit einem kann man punkten: Intelligenz!
Sapiosexuelität ist ein neuer Trendbegriff und beschreibt Menschen, die von dem Intellekt eines Menschen mehr erregt sind, als von seinem Körper.
Das man einen Partner sucht, der einem in Sachen Intelligenz das Wasser reichen kann, ist ja an sich nichts Neues. Jedoch gehören für Sapiosexuelle nicht nur tiefgründige Gespräche über Gott und die Welt dazu. Nein, es törnt sie vor allem an, wenn sich jemand mit einem Thema besonders gut auskennt, quasi Experte auf seinem Gebiet ist. Natürlich gibt es auch dafür einen Begriff. „Competence Kink“ lautet das englische Wort und bedeutet so viel wie „Schwäche für Fachwissen“. Experten, das können zum Beispiel sein: Ein Mathe– oder Physikprofessor. Für Sapiosexuelle ist nichts heißer als Mathegleichungen und schwarze Löcher erklärt zu bekommen. Aber nicht nur Akademiker gehören zum Beuteschema. Auch ein Handwerker kann durchaus als attraktiv wahrgenommen werden, denn der kennt sich ja bestens mit Hämmern und (Schraubenziehern) aus.

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Fun Facts
Umfragen des Datingportals Secret.de haben ergeben, dass ganze 17 Prozent der Deutschen sich als sapiosexuell bekennen. 9 Prozent davon gaben an, dass ihnen der Intellekt für den Sex nur innerhalb einer festen Beziehung wichtiger ist, als der Körper.

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Außerdem gibt es mittlerweile sogar eigene Datingapps für bekennende Sapiosexuelle.
Da könnte man ja schnell meinen, dass Sapiosexualität an Arroganz grenzt. Eine eigene Community, die nur Schlauköpfe zu sich ins Bett lässt.  
Viele Sapiosexuelle würden das durchaus bestätigen. Sie bleiben lieber unter sich. Ihnen macht es nichts aus kategorisiert zu werden, denn sie empfinden die Bezeichnung als etwas sehr Positives. Und eigentlich ist es ja auch nicht schlecht, wenn das Innere mehr zählt, als das Äußere.