Dating-Apps haben den umstrittenen Ruf, dass es nur um Sex gehen würde. Der nächste One-Night-Stand ist ja schließlich nur einen „Wisch“ nach rechts entfernt. Demnach müsste man eigentlich davon ausgehen, dass sämtliche User von Tinder und Co. mehr Sex haben als Menschen, die sie nicht benutzen.

Doch wie eine Studie der Norwegischen Universität für Wissenschaft jetzt herausgefunden hat, ist das überhaupt nicht der Fall.

Für ihre Ergebnisse untersuchten die Forscher die Dating-Gewohnheiten von 641 Studenten zwischen 19 und 29 Jahren. Die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie auf diversen Dating-Apps angemeldet sind und 20 Prozent bestätigten, sie aktiv zu nutzen.

Zwar gab der Großteil der Teilnehmer zu Protokoll, dass es ihnen bei den Dating-Apps um schnellen Sex geht und der Wunsch nach etwas Kurzfristigen im Vordergrund steht, trotzdem hatten sie nicht mehr Sex als andere.

„Nutzer von Dating-Apps haben definitiv nicht mehr Gelegenheitssex als alle anderen, die One-Night-Stands suchen. Zwar hat Tinder und Co. einen neuen Ort zum Daten geschaffen, trotzdem sind es die gleichen Leute, die man auch auf andere Weise kennenlernt.“, so der leitende Professor Mons Bendixen.

Außerdem stellte die Studie fest, dass Frauen mehr Zeit auf den Apps verbringen als Männer. Das liegt daran, dass Frauen länger brauchen, um sich mit jemanden zu treffen. Männer sind im Gegensatz effizienter. Sie entscheiden schneller, ob sie sich treffen wollen und schreiben mehreren Mädchen gleichzeitig.

Also liebe Leute seid nicht neidisch auf eure Freunde, die auf sämtlichen Dating-Apps unterwegs sind. Es heißt nicht gleich, dass sie ein erfüllteres oder auch nur aktiveres Sexleben haben.