Über Monate lang trieb Maggie Greene exzessiv Sport, fuhr ihren Kalorienhaushalt auf maximal 900 Kalorien am Tag herunter und dokumentierte jede einzelne Mahlzeit wie besessen, auch wenn es nur zwei Weintrauben waren.
Das alles, weil Maggie wusste, wie hart das Modebusiness wirklich ist. Heißt oft: Wie wenig man als anerkanntes Model auf den Rippen haben darf.

Nach monatelangen Qualen, der Verzicht auf jegliche Süßigkeiten und Fast-Food, nach unendlichen Absagen an die eigenen Freunde, denn Kino und Feiern bedeutet ja immer gleichzeitig Popcorn und Alkohol, meldete sich Maggie bei einer Modelagentur an.

"Das Problem sind nicht deine Beine. Das Problem ist dein Kopf". Dieses Spruchfoto postete Maggie auf ihrem Instagram Account. 

Diese wollte das bildhübsche Mädchen unter Vertrag nehmen, aber unter einer Bedingung: Maggie solle noch mehr abnehmen!

Die junge Frau konnte es nicht glauben. Für so eine lange Zeit waren die Verluste auf der Waage das Einzige, was für sie zählte, das einzige, was sie ausmachte und das Einzige, was ihr Leben bestimmte. 

Sie verlor sogar so stark an Gewicht, dass es ihrem Körper signalisiere, sie sei am Verhungern. Als keine Fettreserven mehr übrig waren, fuhr Maggie komplett runter. Ihre Periode blieb aus und ihre Mutter musste sie zum Arzt zwingen.
Und trotzdem genügte sie der Agentur nicht, sollte sie noch weiter Gewicht verlieren.

In diesem Moment machte es bei Maggie im Kopf Klick. Ihr wurde bewusst, dass sie an einem heiklen Punkt angekommen war, und nun reichte es ihr endgültig.
Maggie verfiel nicht in Frust, sondern machte weiterhin Sport, im gesunden Maße und ernährte sich bewusster.
Ihr Körper nahm ihre Ernährungsumstellung gut an, sie legte wieder ein paar Kilo zu. Und anstatt sich in ihrem neuen Körper fett zu fühlen, war Maggie mit ihrem neuen Selbst sehr zufrieden.
Als gesundes, hübsches Mädchen und mit nun rund 15 Kilo mehr auf den Rippen, aber keinesfalls dick, fühlte sie sich nun besser denn je. Ein Gefühl, das sie in Zeiten des Magerwahns nie hatte.

Immer noch rank und schlank, aber gesund und wunderschön. Maggie nach ihrer Gewichtszunahme. 

Mit ihrem neuen Selbstbewusstsein meldete sich Maggie nun bei einer anderen Modelagentur an, die für Kurven steht und nicht an die perfekten Maße der Frau glaubt.
Bei dieser Agentur hatte Maggie prompt Erfolg und konnte letztendlich doch noch ihr persönliches Happy End feiern. Ihr größter Wunsch ein Model zu werden, wurde wahr. Dass sie als Magermodel keinen Erfolg hatte, entpuppte sich am Ende als das Beste, was ihr passieren konnte. Jetzt geht beides: Glücklich und gesund sein und ihrem Traumberuf nachgehen.

Maggie Greene ist ein tolles Vorbild, das beweist, dass man sich nicht runterhungern muss, um in der Modelszene Fuß zu fassen. Aber vor allen Dingen ist sie ein lebhaftes Beispiel dafür, dass man nicht Size Zero haben muss, um wunderschön zu sein.