Ach ja, wir Menschen schmücken uns doch gerne mit fremden Federn. Während die Gänse frieren, werden wir es im Winter kuschlig warm haben– so eine Daunenjacke ist einfach toll! Denn sie imitiert den Temperaturausgleich der Natur und hält uns somit warm.

Weltweit ist derzeit China auf dem ersten Platz der Daunenproduzenten. In Europa ist das Rupfen von Vögeln zum Glück verboten. Dennoch konnte ein Schlupfloch gefunden werden. Das neue Verfahren wird als Lebendraufen bezeichnet. Laut den Erfindern soll es sich dabei um eine mildere Form handeln. Die Vögel werden weiterhin, aber nur in der Mauser-Zeit, gerupft.  In Massenbetrieben kann diese Zeit nahezu unmöglich abgepasst werden.

Das Leid in der Daunenjacke

Das Rupfen wird meistens per Hand ausgeführt. Die Arbeiter packen die Tiere am Hals und ziehen ihnen dann die Federn aus. Innerhalb von nur 5 Stunden werden bis zu 3.000 Tiere gerupft. Zurück bleiben verängstigte Gänse mit wunder Haut und Verletzungen. Offene Wunden werden mit Nadel und Faden grob geflickt. Haben sich die Tiere erholt, geht es auch schon wieder von vorne los und die Feder werden wieder rausgerupft.

Aktuelle Recherchen auf Gänsefarmen haben das Leid der Tiere aufgedeckt. Nach Informationen der Tierschutzorganisation peta werden in Ungarn, Polen und Deutschland noch heute Enten und Gänse lebend gerupft. Dabei wird den Tieren vor allem eins zum Verhängnis: Ihre Federn wachsen immer wieder nach. Demnach verdient ein Farmer an einer Gans deutlich mehr, wenn diese öfter, gerupft wird, als lediglich nur nach der Schlachtung. Solltest du dich also bald auf die Suche nach der perfekten Jacke machen, informiere dich ausreichend über die Füllung, damit die Tierquäler keinen Cent mehr von dir bekommen!