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Läuse, Krätze, Mundfäule: So schützt ihr euch!

Staffel 1

Unser "Gesünder mit Karlinder Spezial" zum Thema Krankheiten in der KiTa. Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder erklärt euch im Video, was ihr gegen Läuse, Krätze oder Mundfäule tun könnt und wie ihr euch und eure Kinder schützt!

06.12.2016 09:00 | 4:00 Min |

Krätze

Viele haben es vielleicht schon gehört: Die Krätze ist zurück. Es klingt nach Mittelalter, da trat die Krätze ja auch zuletzt auf. Die Krätzemilben graben sich nämlich in die Haut ein, wo Wasser und Seife nicht hinkommen. So überleben sie selbst, wenn der Betroffene mehrmals am Tag heiß badet. In der Regel sind Einrichtungen betroffen, in denen Menschen sehr nah zusammenleben oder den Tag verbringen – und so eben aber auch in Kindergärten und –tagesstätten, weil die Kleinen beim Spielen oft engen Körperkontakt haben.

Es entsteht dann ein starker Juckreiz, der meist nachts im Bett noch unerträglicher wird. Die Haut ist schuppig, es bilden sich Krusten und Papeln – allerdings erst, wenn das Immunsystem nach vier bis sechs Wochen reagiert.

Was tun? Würde in einer Kita ein Krätzefall diagnostiziert, werden vorsorglich meist alle Kinder und ihre Familien auf Krätze behandelt, denn nur so kann eine weitere Streuung verhindert werden. Mit einer Permethrin-haltigen Creme oder Ivermectin-Tabletten ist die Krätze dann allerdings gut behandelbar. Wer mit Erkrankten in Verbindung steht, schützt sich vor Ansteckung, indem er Hautkontakt vermeidet. Handschuhe und Schutzkleidung verhindern, dass Behandelnde sich infizieren.

Mundfäule

Die  Mundfäule (Fachausdruck: Stomatitis aphtosa). Das ist eine Plage, die vor allem Kinder zwischen 10 Monaten und 3 Jahren betrifft. Auslöser ist das Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (kurz HSV 1), das auch von Mensch zu Mensch übertragen wird, z.B. beim Schmusen oder gemeinsamen Benutzen von Besteck, Geschirr oder Spielzeug - das kleine Kinder ja oft genug in den Mund stecken. Hat ein kleines Kind erstmals mit dem Erreger Kontakt, kommt es meistens zur typischen Mundfäule. Ein Trost: Hat das Kind diese überstanden, ist es für den Rest des Lebens dagegen immun.

Die typischen Anzeichen: Meist hohes Fieber und Appetitlosigkeit. Rasch findet sich dann die Ursache: auf der Mundschleimhaut, auf Zahnfleisch, Gaumen, auf den Lippen und um den Mund zeigen sich zahlreiche Bläschen und schmerzhafte Aphten. Häufig ist das Zahnfleisch geschwollen, es blutet eventuell leicht. Die Lymphknoten im Halsbereich schwellen an. Die entzündeten Stellen tun sehr weh, daher wollen die Kleinen oft nicht mehr essen, eventuell auch nicht trinken.

Die Behandlung bei Mundfäule beschränkt sich meist darauf, wenn nötig das Fieber zu senken und die Schmerzen durch lokal betäubendes Gel oder Creme zu erleichtern.

Wie können wir vorbeugen? Eine Impfung gibt es nicht. Küsse dein Kind nicht, wenn du selbst gerade einen Herpes ("Lippenbläschen") im Mundbereich hast.  Auch seinen Schnuller oder Löffel solltest du auf keinen Fall in den Mund nehmen. Achte darauf, deine Hände besonders häufig und sorgfältig zu waschen. Selbstverständlich sollte dein Kind möglichst auch keinen Kontakt mit Kindern haben, die akut an Mundfäule erkrankt sind.

Läuse

Wer Kinder hat, kennt den Schreckensmoment, wenn man morgens mit dem Kind an der Hand in die Kita kommt und an der Pinnwand  hängt ein großer Zettel: „Liebe Eltern, Achtung! Wir haben wieder Läuse!“ Wie der kommende Abend aussieht, wissen wir auch: Schreiende Kinder mit brennendem Läuse-Shampoo und Haube, alle Kissen, Kuscheltiere und die Haarbürste in der Gefriertruhe – und der Haussegen gleich dazu. 

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