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Frühstücksfernsehen

Low-Carb: So geht die Diät richtig!

Staffel 131.08.2017 • 01:00

Die Low-Carb-Diät ist zwar eine gute Methode, um Gewicht zu verlieren - hat aber auch einige Nebenwirkungen wie Müdigkeit. Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder hat ein paar gute Tipps für den Einstieg!

Low Carb ist nach Meinung von Charlotte Karlinder nach tatsächlich die beste Methode, um Gewicht zu reduzieren. Das bedeutet: Weniger Kohlenhydrate, also weg mit Reis, Pasta, Brot und zu vielen Kartoffeln. Nachteil: Der Anfang ist hart, Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Energieverlust macht einem zu schaffen.

Der entscheidende Grund, warum man bei einer Diät mit wenig Kohlenhydraten müde wird, ist, dass sich der Körper erst langsam auf den veränderten Energiestoffwechsel umstellen kann. Wer jahrelang von Pasta und Brötchen gelebt hat, braucht nun mal einige Zeit, um statt der Kohlenhydrate Fett zu verbrennen. Da werden knämlich omplett andere Enzyme gebraucht, die der Körper erst über mehrere Tage bis Wochen "bauen" muss.

Der angestrebte Energiestoffwechsel, der später nicht nur Müdigkeit verhindert, sondern auch Heißhunger links liegen lässt, heißt Ketose. In diesem Zustand verbrennt der Körper in hohem Maße Fett, was dann ordentlich die Pfunde purzeln lässt. Und zwar ständig. Nicht nur beim Sport. Aber, wie gesagt, der dafür notwendige chemische Prozess dauert eine Weile, und diese Umstellung ist für viele schwierig zu bewältigen, da der Körper zunächst mit leeren Händen da steht. Zucker ist plötzlich keiner da, die Enzyme zur optimalen Fettverbrennung aber auch nicht. Hier ein paar Tipps die den Einstieg erleichtern.

1. Den Einstieg aufs Wochenende legen

Es ist wohl eher peinlich, schlapp und müde im Büro oder sonstwo herum zu gammeln. Ideal ist ein Einstieg auf die Low-Carb-Diät, wenn man an einem Freitag beginnt und am Wochenende abhängt. Denn dem Körper ist es durchaus recht, wenn man während der Umstellungsphase auf dem Sofa liegt und DVDs guckt.

 

2. Absicherung durch Obst und Suppe

Manchmal geht gar nichts mehr. Sogar totale Unterzuckerung ist möglich. Und der Magen brummt. Dann ist eine sehr dezente Gabe von Kohlenhydraten in Ordnung. Da eignen sich Äpfel. Auch Suppe ist eine gute Möglichkeit. Die Flüssigkeit füllt den Magen und dämpft das Hungergefühl.

 

3. Körperliche Betätigung einschränken

Selbst beim Aufstehen vom Sofa kann es vorkommen, dass einem ganz kurz schwarz vor Augen wird. Aber keine Angst: Es ist nur eine Begleiterscheinung der Umstellung auf Low Carb. Denn Müdigkeit ist auch nur ein Symptom des gesamten Prozesses. Der Blutzuckerspiegel ist ziemlich niedrig, so dass für kurzzeitige Anstrengungen gar keine Energie bereit gestellt werden kann. Auf Sport sollte man deswegen für einige Tage komplett verzichten.

 

4. Kompromisslos auf Low Carb umsteigen!

Nur der konsequente Wechsel auf eine Ernährung mit wenig oder fast keinen Kohlenhydraten bringt uns sicher und dauerhaft in eine funktionierende Ketose. Der Körper muss einfach wissen, was Sache ist. Deshalb: Drehen Sie den Kohlenhydrat-Hahn zu!

Denn solange es Tage mit vielen Kohlenhydraten gibt, weiß der Körper nicht, ob er eher fettverbrennende oder zuckerverbrennende Enzyme bilden soll. Sobald wir ihm diese Entscheidung aber abnehmen, werden wir physisch stärker und können wieder Bäume ausreißen.