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Frühstücksfernsehen

Toilettengang: Anhalten kann gefährlich sein!

Staffel 126.10.2017 • 07:00

Den Toilettengang so lang wie möglich aufschieben oder schon beim kleinsten Harndrang das stille Örtchen aufsuchen? Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder weiß, was gut für die Blase ist.

Wenn es um die sogenannte Toilettenhygiene geht, lernen wir ja schon Im Kleinkindalter, unsere Toilettengänge zu steuern und unser Gehirn kontrolliert dann das ganze Leben über, dass wir nur dann „laufen lassen“, wenn wir wirklich auf der Toilette sitzen. So können wir dann theoretisch auch zwischen den Toilettengängen einhalten. Was aber, wenn wir über diese Zeit hinaus den Gang zur Toilette aufschieben? Zum Beispiel auf langen Busfahrten, wenn es nur Dixi-Klos gibt, auf die wir nicht gehen wollen, oder aber auch, wenn wir zu sehr gestresst sind, um das stille Örtchen aufzusuchen.

Das ist gar nicht gut. Denn: unsere Blase ist ein Muskel. Wenn Sie die Blase überanstrengen, kann das Folgen für den Beckenboden haben, der den Harndrang kontrolliert. Und je öfter Sie den Toilettengang rauszögern, desto mehr wird sich die Blase dehnen und Ihr Gehirn weiß dann irgendwann nicht mehr, wann Sie müssen und kann diese Info nicht mehr an die Blase senden.

Und das können die Folgen sein:

  1. Wenn die Blase immer voller wird, kann es sein, dass sie nicht mehr durchhält und Sie ganz plötzlich Wasser verlieren.
  2. Sie können eine Infektion bekommen, denn je länger der Urin in der Blase bleibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien in den Harntrakt wandern.
  3. Eine Infektion wiederrum kann Fieber, Schmerzen oder Krämpfe mit sich bringen. Das kann so weit gehen, dass Sie Ihre Nieren schädigen.
  4. Gewebe kann vernarben, da es sich zu oft zu weit ausdehnt, reißt und dann nicht wieder richtig zusammenwächst. Das macht auf Dauer die Nieren kaputt.

Also immer schön das stille Örtchen aufsuchen und noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie auf eine lange Reise gehen, vermeiden Sie, vorher Alkohol und Kaffee zu trinken. Denn das regt die Produktion von Urin an, wodurch sich die Blase schneller füllt.

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