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Zecken: So reagiert ihr richtig auf den Biss der kleinen Blutsauger!

Staffel 1

Zeckenbisse sind schon ein bisschen ekelig, aber vor allem muss - wenn es denn passiert ist - schnell reagiert werden. Aber nicht jedes Hausmittel ist geeignet. Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder weiß, wie es richtig geht!

02.08.2017 01:00 | 2:09 Min | © Sat.1

Zeckenbisse sind schon irgendwie ein bisschen ekelhaft. Da saugt sich so ein Tier fest und trägt auch noch fiese Erreger in sich. Die meisten Menschen bemerken die Verletzung nicht, weil die Zecke die Stelle mit ihrem Speichel betäubt. Der Speichel enthält außerdem Stoffe, die das Blut am Gerinnen hindern und eine Entzündung unterdrücken. Gefährlich sind Zecken aber vor allem, weil sie über den Speichel eben Viren und Bakterien übertragen können.

Am häufigsten geben sie in Deutschland Erreger der Lyme-Borreliose an den Menschen weiter. Im Gegensatz zu den Viren, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen und vor allem in Süddeutschland vorkommen, gibt es diese Erreger landesweit. In den meisten, aber nicht in allen Fällen, zeigt sich die Lyme-Borreliose durch einen roten Ring um die Bissstelle der Zecke.

Wer die Infektion rechtzeitig entdeckt, kann sie mit Antibiotika behandeln. Breiten sich die Erreger jedoch ungehindert im Körper aus, kann es zu Gelenkbeschwerden sowie vorübergehenden Lähmungen und Entzündungen im Gehirn kommen. Und im Gegensatz zu FSME gibt es keine Impfung gegen Borreliose.

In Versuchen, in denen Forscher infizierte Zecken auf Nager gesetzt haben, dauerte es je nach Studie zwölf bis 48 Stunden, bis die Borrelien im Wirt angelangt waren. "Wer seinen Körper morgens und abends gründlich nach Zecken absucht, ist, was eine mögliche Übertragung von Lyme-Borrelien angeht, auf einer ziemlich sicheren Seite

Grundsätzlich gilt: Die Zecke sollte also möglichst schnell aus der Haut verschwinden. Ideen, wie das klappen könnte, gibt es viele. So wird teils geraten, den Parasiten mit ein paar Tropfen Öl, Klebstoff oder Benzin abzutöten. Empfehlenswert ist das allerdings alles nicht.

Beim Entfernen ist vor allem eins gefragt, nämlich Gefühl. Am besten ist es, die Zecke mit einer spitzen Pinzette oder einer Zeckenkarte zu greifen, notfalls gehen auch die Fingernägel. Drehen wird nicht empfohlen, egal in welche Richtung. Manche Experten vermuten, dass Herausdrehen sogar den Speichelfluss des Spinnentiers anregt. Das Robert Koch-Institut rät dazu, die Zecke möglichst sanft und gerade aus der Haut zu ziehen.

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