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Achtung, die Krätze breitet sich wieder aus

13.03.2018 • 07:00

Sie galt schon als ausgestorben, nun breitet sich die Krätze wieder aus. Im Video erfahrt ihr alles über die Ansteckung, Symptome und Behandlung.

Die Krätze galt in Deutschland fast schon als ausgestorben. Nun ist sie anscheinend wieder auf dem Vormarsch, wie die Barmer-Krankenversicherung festgestellt hat. Ihr zufolge sind die Verordnungen für Krätze-Medikamente im Jahr 2017 stark angestiegen – und zwar um ganze 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ähnlich stark dürfte auch die Zahl der Krankheitsfälle gestiegen sein, vermutet die Versicherung.

Doch nicht nur die Krätze kommt zurück. Auch andere Infektionskrankheiten, die lange kein großes Thema mehr in deutschen Arztpraxen waren, treten in den letzten Jahren wieder verstärkt auf. Darunter zum Beispiel Krankheiten wie Keuchhusten oder Diphterie.

Mangelnder Impfschutz als großes Problem

Als Grund sehen viele Mediziner die Impfmüdigkeit vieler Deutschen. Laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener des Robert Koch-Instituts sind 71 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland gegen Tetanus geimpft. Impfschutz gegen Diphterie und Keuchhusten besteht dagegen nur noch bei 57 bzw. 12 Prozent aller Erwachsenen.

Nicht nur die Krätze ist auf dem Vormarsch

Ein weiteres Problem sind die steigenden Antibiotikaresistenzen vieler Bakterien. So warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO beispielsweise vor Tripper – einer Geschlechtskrankheit, die, ähnlich wie die Hautkrankheit Krätze, bei uns schon lange fast als ausgestorben galt.

Antibiotika-Resistenzen führen zu "Super-Tripper"

Weltweit erkranken laut der WHO pro Jahr ca. 78 Millionen Menschen an Gonorrhoe. Ausgerottet ist die Krankheit also noch lange nicht. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Neuinfektionen jährlich zu. Schätzungen zufolge sind es rund 20.000 bis 25.000 Neuinfektionen pro Jahr.

Das Problem: Tripper-Bakterien sind extrem anpassungsfähig. Das zeigt auch eine Entdeckung schwedischer Forscher: In Japan stießen sie auf einen "Super-Tripper", der sich nicht mit bekannten medizinischen Gegenmaßnahmen behandeln lässt.

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