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Frühstücksfernsehen

Assistenzhund hilft bei psychischen Erkrankungen!

30.08.2018 • 07:00

Ausgebildet als Assistenzhunde helfen sie nicht nur Menschen mit körperlichen, sondern auch mit psychischen Erkrankungen durch den Alltag. Auch das Leben der 30-jährigen Bea hat sich durch ihren neuen Vierbeiner Valentino komplett verändert.

Hunde können wahre Lebensretter sein! Ausgebildet als Assistenzhunde helfen sie nicht nur Menschen mit körperlichen, sondern auch mit psychischen Erkrankungen durch den Alltag. Das Leben der 30-jährigen Bea hat sich durch ihren neuen Vierbeiner Valentino komplett verändert. Die junge Frau leidet unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTMS), die durch Missbrauch in ihrer Kindheit ausgelöst wurde. Die Symptome reichen von Albträumen, über Panikattacken und soziale Phobie bis hin zu Flashbacks in die traumatisierende Situation. Bevor Valentino kam, konnte Bea nur noch mithilfe ihres Mannes die Wohnung verlassen, alleine traute sie sich nicht mehr aus dem Haus. Durch die Anschaffung eines Hundes muss Bea nun Verantwortung tragen und kann nicht bis 15 Uhr im Bett liegen bleiben. Dadurch bekommt der Alltag der Frau wieder eine gewisse Struktur. Dabei war die Suche nach dem richtigen Vierbeiner gar nicht so leicht. Denn der Hund muss auch in dem Prozess miteingebunden werden, weil es viel um individuelle Gerüche geht. Das ist beispielsweise bei Panikattacken wichtig, da der Hund schon die Veränderung des Geruchs wahrnimmt, bevor die Attacke losgeht. Sollte dies der Fall sein, holt der Vierbeiner die Notfalltasche mit den Medikamenten und kuschelt sich an den Halter. Durch den Körperkontakt kann sich die betroffene Person schneller wieder beruhigen und fühlt sicherer. Natürlich kann so ein Assistenzhund psychische Probleme nicht heilen, aber dabei helfen, schwierige Alltagssituationen zu bewältigen und an Ängsten zu arbeiten. So wird die Assistenzhunde-Halterin Bea zum Beispiel zwar für immer arbeitsunfähig bleiben, aber dank ihres treuen Begleiters kann sie zumindest das Haus verlassen und am Leben teilnehmen.