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Baustellen stocken, Ersatzteile fehlen, wochenlange Wartezeiten: Handwerksverband alarmiert

28.06.2022 • 14:36

Negativ-Rekordwerte schocken in der Handwerksbranche! Wie Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, verkündete, müssen Kund:innen auf Handwerker:innen aktuell im Durchschnitt elf Wochen warten.

Negativ-Rekordwerte schocken in der Handwerksbranche! Wie Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, verkündete, müssen Kund:innen auf Handwerker:innen aktuell im Durchschnitt elf Wochen warten. Auf Bauhandwerker sogar ganze vier Monate. Auch die Prognose betrübt, denn die Wartezeiten dürften kaum sinken. Lieferengpässe, enorme Preissteigerungen und der Fachkräftemangel sei daran schuld.

Zentralverband warnt: Rund 250.000 Fachkräfte fehlen

Den Handwerksbetrieben fehlen laut dem Zentralverband rund 250.000 Fachkräfte. Schuld daran sei eine falsche Bildungspolitik. Dabei verdiene ein Meister laut dem bayerischen Handwerkspräsidenten Franz Xaver Peteranderl nicht schlechter als ein Akademiker. Zudem könne man "die Energiewende aktiv mitgestalten, anstatt nur darüber zu debattieren".

Inflation betrifft auch die Handwerksbranche

Aber nicht nur der Fachkräftemangel setzt der Branche zu: "Auf vielen Baustellen stocken die Arbeiten, in Kfz-Werkstätten fehlen Ersatzteile, bei den Industriezulieferern des Handwerks Rohstoffe und Vorprodukte", sagte Schwannecke. Durch extreme Preissteigerungen führen früher kalkulierte Angebote für Betriebe mittlerweile nicht selten zum Verlustgeschäft. Wie Franz Xaver Peteranderl erklärte, gäbe es beispielsweise im Wohnungsbau eine Preissteigerung um die 20 Prozent.

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