Teilen
Frühstücksfernsehen

Beschwerde gegen Amazon: DM & Rossmann wenden sich an Bundesregierung

04.06.2018 • 07:00

Online-Händler Amazon bekommt Gegenwind von den Drogeriemärkten dm und Rossmann sowie Douglas. Warum sich diese an den Bundestag gewendet haben, erklären wir im Video.

Heftiger Gegenwind für Amazon: Die Drogeriemarktketten dm und Rossmann sowie die Parfümerie Douglas sollen laut der "Lebensmittelzeitung" einen Brandbrief an die Bundesregierung verfasst haben. Der Grund: Viele Kosmetikprodukte, die Amazon anbietet, dürften in Deutschland angeblich gar nicht verkauft werden.

Die Lebensmittelzeitung zitiert aus dem Brief und schreibt, dass sich dm und Co. darüber beschweren, dass Online-Portale wie Amazon und eBay zahlreiche Produkte aus dem Ausland in Deutschland verkaufen würden, ohne diese ausreichend zu prüfen.

Laut dem "Business Insider" wäre das aber dringend nötig. Laboranalysen, die von dm, Rossmann und Douglas in Auftrag gegeben haben, sollen das beweisen. Demnach wurden 24 Produkte von Amazon getestet, die nicht in Deutschland hätten verkauft werden dürfen, da sie nicht der EU-Kosmetikverordnung entsprechen.

In ihrem Brief an die Bundesregierung fordern die Unternehmen daher, dass Produkte aus dem digitalen Handel ebenso kontrolliert werden sollen wie die aus dem stationären Handel.

Amazon selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht geäußert. Dafür hat Dennis Raschke, Leiter der Kontrollstelle für den Internethandel beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit reagiert. Er sagt gegenüber dem "Spiegel": Wir können eigentlich immer nur Ausschnitte betrachten.“ Durch die fehlende komplette Kontrolle sei es möglich, dass es Produkte durch den Internetverkauf auf den deutschen Markt schaffen, die eigentlich gar nicht verkauft werden dürften.

Weitere Videos