Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Bodybuilder Shawn Rhoden: Mr. Olympia stirbt mit nur 46 Jahren

09.11.2021 • 02:52

Traurige Nachrichten für die Familie von Shawn Rhoden. Der Bodybuilder, der 2018 den Wettbewerb Mr. Olympia gewann, ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Trainer Chris Aceto via Instagram. 

Mit nur 46 Jahren verstarb am 6. November 2021 der Bodybuilder Shawn Rhoden. Angeblich war ein Herzinfarkt der Grund für seinen plötzlichen Tod, doch eine offizielle Todesursache steht noch aus. Erst 2018 gewann der gebürtige Jamaikaner den Titel "Mr. Olympia" und war mit 43 Jahren der bisher älteste Träger dieses Titels.

"Mr. Olympia" gilt als der Oscar unter den Bodybuilder-Auszeichnungen. Vor Rhoden ging der Titel sieben Mal in Folge an dessen größten Konkurrenten Phil Heath, 41. Sein Weg zum großen Triumph war für Rhoden ein steiniger. Seine Amateurkarriere war von zahlreichen Verletzungen geprägt und in den Nuller-jahren auch von einer schweren Alkoholabhängigkeit. 

Verletzungen und Alkoholsucht – Schattenseiten im Bodybuilding

Nach dem Tod seines Vaters Loyd suchte Shawn Trost im Alkohol und im Exzess. Doch er gab nicht auf, kämpfte sich aus der Abhängigkeit heraus und seit 2011 um den "Mr. Olympia"-Titel. Vom 11. Platz bei seiner ersten Teilnahme, ging es in den folgenden Jahren weiter über zahlreiche Podestplätze bis er es 2018 schließlich ganz nach oben aufs Siegertreppchen schaffte.

Rhoden hinterlässt seine kleine Tochter Cora, die 2015 geboren wurde. Drei Jahre später heiratete der Bodybuilder ihre Mutter Michelle Sugar, doch die Ehe der beiden hielt nur kurz. Von Untreue war die Rede, doch die genauen Gründe behielt das Ex-Paar für sich und konzentrierte sich lieber auf die gemeinsame Tochter und deren Wohlergehen.

Exfrau Michelle Sugar trauert um den Fitness-Star

So postete Michelle Sugar nun auch auf Instagram: "Ich bin so tief erschüttert für Cora. Ich kann nicht glauben, dass du bei all ihren großen Momenten – und all den kleinen dazwischen – nicht da sein wirst. Unser Herz ist gebrochen. Deine Mutter hat ihren Sohn verloren, deine Tochter ihren Vater, deine Brüder einen Bruder und so viele andere haben dich verloren. Nur wir wissen über die Hochs und Tiefs unserer Beziehung, aber eines ist sicher, ich werde mich nur an die guten Momente erinnern."

Und weiter schreibt seine Exfrau und Mutter seiner Tochter: "Die Erinnerung an dich wird für unsere Tochter und so viele andere weiterleben. Du hast für das Bodybuilding gelebt, aber dein Herz ging richtig auf, wenn du mit Cora zusammen warst. Dann hattest du deinen wahren Frieden. Möge dein Vermächtnis weiterleben, dein Körper zur Ruhe und deine Seele zu Gott finden."

Shawn Rhoden war ein liebender Vater 

Zusammen mit den ergreifenden Worten postet Sugar ein Video, das einen Zusammenschnitt von besonderen Erlebnissen ihrer gemeinsamen Zeit zeigt. Man sieht die beiden als Liebespaar, gemeinsam mit ihrer neugeborenen Tochter und ihr vergangenes Familienglück an Weihnachten und Halloween.

Auch am letzten Halloween zeigte sich Shawn Rhoden noch mit seiner Tochter Cora auf seinem Instagram-Account. Beide verkleidet und eng umschlungen. Rhoden und seine Ex-Frau sprachen auch immer wieder öffentlich darüber, wie wichtig ihnen harmonisches Co-Parenting und das Glück ihrer gemeinsamen Tochter sei.

Noch kein Urteil in der Anklage wegen Vergewaltigung

Doch Shawn Rhoden hatte in der Vergangenheit nicht nur mit seiner Alkoholabhängigkeit und seiner zerbrochenen Ehe zu kämpfen. 2019 kam es zu einer Anklage wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Bodybuilderin in seinem Hotelzimmer, in dem beide sich zu gemeinsamen Fotoaufnahmen verabredet haben sollen. 

Das mutmaßliche Opfer soll dem Gericht bereits als Betrügerin bekannt und der Fall daher von Anfang an sehr umstritten gewesen sein. Bis jetzt steht ein abschließendes Urteil in der Sache immer noch aus.

Trainer Chris Aceto lobt Bodybuilder in den höchsten Tönen

Die Anklage wegen angeblicher Vergewaltigung spricht auch sein Trainer Chris Aceto in seinem Instagram Post an – ohne allerdings den Vorfall genau zu benennen. Darin schreibt er: "Shawn sprach nie schlecht über andere. Niemals. Er gab alles für diesen Sport und noch mehr. Doch als er Hilfe brauchte, schlossen sich sämtliche Türen. Egal, wo er hinging. Es machte mich so wütend. Doch selbst da sagte Shawn nicht ein einziges negatives Wort über Leute, die ihm hätten helfen können – weder in der Öffentlichkeit, noch im Privaten."

Weiter schreibt sein Trainer Aceto: "Er war voller Freundlichkeit, Güte und Empathie. Er machte jeden fröhlich. Dafür und für viele andere Dinge werde ich ihn vermissen. Einen Athleten, der selbstverständlich auch ein wahrer und lieber Freund geworden ist."

Weitere Videos