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Frühstücksfernsehen

Cyberangriff auf Tankstellen: Können wir bald nicht mehr tanken?

02.02.2022 • 14:26

Bleiben jetzt nicht mal mehr Tankstellen von Cyberangriffen verschont? Das Tanklogistikunternehmen "Oiltanking" ist nun Ziel eines Hackerangriffs geworden.

Die Attacke auf die IT-Systeme sei am Samstag, den 29. Januar, entdeckt worden, teilte das Hamburger Unternehmen laut der dpa mit. Man arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu lösen und das Ausmaß des Angriffs bis Mittwoch, den 3. Februar, zu erfassen. Dabei arbeite das Unternehmen auch mit externen Spezialisten und den Behörden zusammen. Bei der Cyberattacke auf Oiltanking handelt es sich nach Einschätzung von Expert:innen wohl um einen Angriff mit Erpressersoftware.

Was für Tankstellen sind betroffen?

Und was bedeutet das nun konkret? Alle Be- und Entladesysteme von Oiltanking seien momentan betroffen, wie die Firma meldet. Deshalb können momentan keine Tankwagen beladen werden, um Kunden zu versorgen - darunter mittelständische Tankstellen, aber auch der Ölkonzern Shell. „Mögliche Auswirkungen auf unsere Versorgungsketten können zum gegenwärtigen Zeitpunkt über alternative Ladepunkte ausgeglichen werden“, sagte eine Shell-Sprecherin laut der dpa.

Man kann teilweise nur noch mit Bargeld zahlen

Es seien 233 Tankstellen vor allem in Norddeutschland betroffen. Das seien aber lediglich 1,7 Prozent der Tankstellen in Deutschland, sagte der BSI-Chef Arne Schönbohm. Teilweise sei an betroffenen Tankstellen nicht möglich, Kartenzahlungen zu akzeptieren oder die Preise anzupassen. Zum Teil sei es aber möglich, gegen Bargeld zu tanken.
Zudem beruhigt der Geschäftsführer des Unabhängigen Tanklagerverbands, Frank Schaper, gegenüber „Handelsblatt“: „Die Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit Kraft-, Heiz- oder Brennstoffen ist durch den Angriff nicht gefährdet.“

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