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Frühstücksfernsehen

Der Grippe-GAU: Es ist kein Ende in Sicht!

13.03.2018 • 07:00

Man sollte meinen wir haben das schlimmste bereits hinter uns. Doch die Grippe-Welle hält sich hartnäckig. Die Probleme der Krankenhäuser haben noch einmal zugenommen. Unsere Gesundheits-Reporterin Charlotte Karlinder weiß mehr.

So schlimm wie dieses Jahr, erwischte die Grippewelle Deutschland schon lange nicht mehr.

Und nicht nur die Älteren und Schwächeren unter uns, sind vor einer Infektion gefährdet. Patienten jedes Alters melden sich momentan landesweit in den Notfallaufnahmen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts forderte die Grippewelle deutschlandweit in dieser Saison schon 358 Grippe-Tote.

Krankenhäuser in Leipzig völlig überlastet
Aufgrund der Grippewelle sind die Krankenhäuser völlig überlastet. Besonders in Sachsen ist die Situation dramatisch. Die Ärzte sind teilweise gezwungen, ihre Patienten wieder nachhause zu schicken, weil einfach alle Betten schon belegt sind. Als allerletzte Lösung müssen die Patienten teilweise sogar in die Krankenhäuser anderer Städte verlagert werden. Von einem Aufnahmestopp ist bis jetzt nur noch nicht die Rede, da die Krankenhäuser dazu verpflichtet sind, sich um alle Fälle zu Kümmern. Jedoch baten einige Kliniken sogar bereits Schonung.  Und auch die Ansteckungsgefahr beim Personal ist dramatisch hoch, sodass auch dort ein Notstand herrscht. „Die Grippewelle 2018 übersteigt alles bisher Dagewesene.“, bestätigte das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig

„Yamagata“-Virus ist Schuld an allem
Schuld an der schlimmen Lage ist vor allem „Yamagata“. Ein besonders übler Virus vom Influenza-Typ B. Nur wer den Vierfach-Schutz hat, hat eine Chance, gegen „Yamagata“ anzukommen. Dieser wird jedoch nicht von allen Krankenkassen übernommen, außer bei besonderen Fällen wie zum Beispiel Asthma. Trotz Notlage müssen die meisten Patienten die Kosten in Höhe von 23 Euro selbst übernehmen. Obwohl die Impfkommission diese Impfung dringend empfehlt, fordern die Krankenkassen erst mal den Dreifach-Impfstoff aufzubrauchen. Laut Ärzten ist das aber völlig unsinnig, da es der Dreifach-Impfung an Wirkung fehlt und Impfkosten nur einen geringen Prozentsatz der Krankenkassenkosten ausmachen.

Kein Ende in Sicht
Obwohl die diesjährige Grippewelle schon ungewöhnlich lange bis in den März hineinreicht, wird immer noch empfohlen, sich jetzt noch vierfach impfen zu lassen.
Jedoch fehlt es vor allem jungen Menschen oftmals an Bereitschaft, sich impfen zu lassen.