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Frühstücksfernsehen

Dieses Paar isst nur noch Obst - und putzt sich nicht mehr die Zähne

18.09.2018 • 07:00

Alles fängt mit ein paar extra Kilos zu viel an. Diese will Tina schnellstens loswerden und beschließt eine einwöchige Obstkur einzulegen.

Das weiß doch eigentlich jedes Kind: Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen!

Die geborene Warschauerin Tina Stoklosa ist da allerdings ganz anderer Meinung. Nachdem die ansonsten sehr erfolgreiche Innenarchitektin das Singleleben satt hatte und dazu auch ihre Gewichtsschwankungen, machte sie Schluss mit Fressattacken, trendigen Diäten und eben auch dem Zähneschrubben. Und das kam so:

Das Zauberwort lautet Frutarismus oder auch Fruchtvegetarismus. Dabei handelt es sich um eine Ernährungsweise, bei der Früchte die Grundlage bilden. Neben Fleisch und Fisch verzichten Frutarier auch auf Obst, bei dessen Ernte die Pflanze einen Schaden nimmt. Darum sind Möhren, Radieschen oder Brokkoli zum Beispiel tabu. Als Hauptnahrungsmittel gelten da eher Äpfel, Kiwis, Bananen oder auch Kokosnüsse, weil die Mutterpflanze danach quietschfidel weiterwachsen kann.

Auf der Suche nach einem Rezept für grüne Smoothies stieß Tina auf die Frucht-Community und entschied sich dazu, diesem Lebensstil mal eine Chance zu geben.

Für sie die richtige Entscheidung! Mittlerweile lebt sie mit ihrem Verlobten auf Bali. Zusammen beschlossen sie dann vor zwei Jahren, auf die tägliche Zahnhygiene zu verzichten. Denn: Sie sind davon überzeugt, dass die Fruchtfasern im Obst ihre Zähne auf natürliche Art und Weise reinigen.

Totaler Quatsch?! Das dachte sich auch die Zahnärztin, die im dritten Jahr des Ernährungswandels bei Tina eine Vorsorgeuntersuchung machte. Allerdings musste sie mit großem Erstaunen feststellen, dass sich Stoklosas Zähne in einwandfreiem Zustand befanden, trotz haufenweise Fruchtzucker.

Mit ihren perfekten Beißerchen und ihrem Verlobten bereist sie nun die Welt, um noch mehr exotische Obstsorten zu entdecken. Sie ist außerdem der Meinung, dass ihr Ernährungsstil Krebs und Depressionen heilen könnte. Diese Aussage wird von Ärzten allerdings eher als Humbug bezeichnet.