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Frühstücksfernsehen

"Durch systematische Handlungen minimieren": Kreml-Reaktion auf Öl-Boykott

01.06.2022 • 16:26

Die EU-Staaten hatten sich zuletzt nach wochenlangem Ringen auf einen weitreichenden Boykott von Öllieferungen aus Russland verständigt. Die russische Hauptstadt Moskau reagiert gelassen.

Die EU-Staaten hatten sich zuletzt nach wochenlangem Ringen auf einen weitreichenden Boykott von Öllieferungen aus Russland verständigt. Die russische Hauptstadt Moskau reagiert gelassen. Die frei werdenden Mengen würden in andere Richtungen umgeleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax laut dpa. "Diese Sanktionen wirken sich natürlich negativ auf den gesamten Kontinent aus - auf die Europäer und auf uns und auf den gesamten globalen Energiemarkt." Russland werde die negativen Folgen durch systematische Handlungen minimieren, sagte Peskow.

Der Ukraine-Krieg soll gestoppt werden

Schon nach dem Öl-Embargo der USA hatte die russische Führung erklärt, dass die Mengen fast komplett auf andere Märkte umgeleitet worden seien. Die Einnahmen sprudelten, hieß es. Auch die EU will durch einen Öl-Boykott verhindern, dass Russland seinen Krieg gegen die Ukraine weiter finanzieren kann. Durch die hohen Ölpreise fließt zudem aktuell viel Geld in den russischen Staatshaushalt, der stark vom Energieexport abhängig ist. Mit den negativen Folgen - gemeint sind vor allem die hohen Energiepreise - müssten nun vor allem die Europäer:innen leben, sagte Peskow.

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