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E-Zigaretten: Verschiedene Aromen sind unterschiedlich gefährlich

18.05.2018 • 07:00

Eine Studie hat die Aromen untersucht, die in E-Zigaretten enthalten sind. Ergebnis: Die getesteten Zusätze geben unterschiedlich große Schadstoffmengen frei. Charlotte Karlinder weiß mehr.

Schlechte Nachrichten für alle „Dampfer“: Die Geschmacksstoffe, die elektronischen Zigaretten zugesetzt werden, könnten gesundheitsschädlicher sein, als die Raucher glauben. Viele halten ja das Umsteigen auf E-Zigaretten für eine gesündere Variante des Qualmens.

Doch eine aktuelle Studie der Pennsylvania State University hat jetzt die Aromen untersucht, die in E-Zigaretten enthalten sind.

Dabei kam folgendes heraus: Die getesteten Zusätze geben unterschiedlich große Schadstoffmengen frei, die die Atemwege reizen und unser Immunsystem stark beeinträchtigen.

Die Forscher warnen hier besonders vor den sogenannten freien Radikalen -  das sind Molekülbestandteile, die mit Zellen reagieren und den Stoffwechsel beeinflussen. Bei der Analyse der 49 getesteten Aromen kam tatsächlich heraus, dass viele freie Radikale entstehen, die an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Parkinson, Diabetes, Lungen- und Darmkrebs beteiligt sein können.

Mehr als 8000 solcher Aromen können den sogenannten Liquids zugesetzt werden, die Flüssigkeiten, die in E-Zigaretten zusammen mit Nikotin verdampfen.

In der Untersuchung zeigte sich aber auch, dass es Aromen gibt, die freie Radikale reduzieren. Daher vermuten die Forscher, dass es bestimmte Geschmackrichtungen gibt, die weniger der Gesundheit schaden als andere. Auch wenn es noch nicht viele Studien und vor allem keine Langzeit-Studien zu den Auswirkungen von E-Zigaretten gibt: Wer kann, sollte am besten auf Rauchen und Qualmen verzichten.