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Engpässe beim bezahlbaren Wohnraum in Deutschland: Wohnungsziel in weiter Ferne

24.05.2022 • 15:13

In Deutschland werden weiterhin zu wenige Wohnungen gebaut, um die Engpässe insbesondere beim bezahlbaren Wohnraum zu beseitigen.

In Deutschland werden weiterhin zu wenige Wohnungen gebaut, um die Engpässe insbesondere beim bezahlbaren Wohnraum zu beseitigen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der neugebauten Wohnungen überraschend wieder unter die Marke von 300.000, wie das Statistische Bundesamt laut der dpa mitteilte. Das Ziel der Bundesregierung liegt allerdings bei 400.000.
Wegen des Ukraine-Kriegs und der weltweiten Störungen der Lieferketten mangelt es im Moment so ziemlich an allem, was man für einen Neubau braucht: Materialien sind nicht vorhanden oder kaum bezahlbar, Facharbeiter:innen knapp und die Bauzinsen in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Dazu kommen unklare Klimavorgaben, Förderchaos und bürokratische Hemmnisse, klagt die Branche.

 Das sind mögliche Lösungen gegen die Wohnungsknappheit

Auf Lieferengpässe, Rohstoffknappheit und deutliche Preissteigerungen habe der deutsche Staat kaum Einfluss, stellt hingegen die Bauministerin der Ampel-Koalition, Klara Geywitz, laut der dpa fest. Sie verspricht im Verein mit den Ländern den Abbau bürokratischer Hemmnisse: „Also Genehmigungs- und Planungsprozesse digitalisieren, die 16 Länderverordnungen sinnvoll harmonisieren und die Bedingungen für den seriellen Bau erleichtern.“ Auch eine Lösung: Würden Büros zu Sozialwohnungen umgebaut, ließen sich damit gut 8.000 Euro pro Wohnung sparen, rechnet der Vorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, vor.

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