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"Enorme Waldschäden": Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft sieht Langzeit-Konsequenzen

24.03.2022 • 11:18

In den Dürrejahren 2018 bis 2020 haben deutsche Wälder erheblich gelitten. Ein aktueller Waldzustandsbericht zeigt: Auch im regenreichen Jahr 2021 konnte sich der Baumbestand kaum erholen.

In den Dürrejahren 2018 bis 2020 haben deutsche Wälder erheblich gelitten. Ein aktueller Waldzustandsbericht zeigt: Auch im regenreichen Jahr 2021 konnte sich der Baumbestand kaum erholen.

Anteil an Bäumen mit Kronenverlichtung immer noch hoch

Für 2021 hat das Thünen-Institut für Waldökosysteme die Daten ausgewertet und nun veröffentlicht. Danach weisen 35 Prozent der Bäume einen Rückgang der Belaubung um 25 Prozent oder mehr auf. Der Anteil von Bäumen mit deutlicher Kronenverlichtung ist damit immer noch hoch, aber im Vergleich zum Vorjahr immerhin um zwei Prozent zurückgegangen. Die Kronenverlichtung gibt die Abweichung von einem voll benadelten oder belaubten Baum an und gilt als Indikator für die Gesundheit eines Baumes.
"An den Waldschäden wird uns vor Augen geführt, was die Klimakrise für uns bedeutet", äußerte sich Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, zum Bericht.

 Zustand von Fichten und Buchen besonders kritisch

Besonders der Zustand der Nadelbäume habe sich trotz ausreichend Regen und wenig Stürmen im letzten Jahr weiter verschlechtert. 2021 habe sich der Zustand der Fichten noch einmal verschlechtert. Bei den Laubbäumen seien vor allem Buchen stark betroffen.
Nach Ansicht von Expert:innen belegen diese Ergebnisse, dass sich die Wälder von den Trockenjahren 2018 bis 2020 noch nicht vollständig erholt haben. "Der Wald vergisst nicht so einfach und schon gar nicht schnell. Die Schäden durch Dürre und Borkenkäfer werden noch lange spürbar und sichtbar sein", kommentierte Özdemir den Bericht.

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