Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Entwicklungsministerin Schulze: Warnung vor "schwerster globaler Ernährungskrise"

20.04.2022 • 16:46

"Es droht die schwerste globale Ernährungskrise der vergangenen Jahrzehnte". Entwicklungsministerin Svenja Schulze warnt mit diesen eindringlichen Worten vor den globalen Folgen des Krieges in der Ukraine.

Vor ihrer Abreise zur Weltbank-Frühjahrstagung nach Washington sagte die Politikerin, die Ernährungskrise wird vor allem die Ärmsten in Afrika, im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum betreffen, so die dpa in einem Bericht:

„Putin nutzt Hunger als Waffe“

„Man muss es leider so deutlich sagen: Putin nutzt Hunger als Waffe, denn Hunger führt zur Destabilisierung von Gesellschaften, was letztlich auch den Westen schwächt.“
Als Reaktion auf Folgen des Krieges will Schulze ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit schaffen. Dieses solle sich um die Koordinierung der unterschiedlichen Maßnahmen kümmern: „Ich habe diesen Vorschlag für die deutsche G7-Präsidentschaft schon im Vorfeld der Weltbanktagung eingespeist, und ich will sie in Washington weiter vorantreiben“, so Schulze weiter. Bundeskanzler Olaf Scholz habe zugesagt, dass Deutschland 430 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen werde.

Ernährungssicherheit sei ein Teil der Sicherheitspolitik

Die Alternativen seien Hunger und instabile Gesellschaften. „Es ist ein Krieg in der Kornkammer der Welt. Getreidespeicher, Traktoren und Felder werden zerstört. Ukrainische Landwirte können jetzt nicht mehr aussähen und die nächste Ernte droht in weiten Teilen auszufallen.“

Weitere Videos