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Extreme Sommerhitze: Tokio leidet - Regierung ruft zum Stromsparen auf

28.06.2022 • 15:16

Wegen eines ungewöhnlich frühen Beginns der extremen Sommerhitze hat Japans Regierung die Bewohner:innen im Großraum der Millionen-Hauptstadt Tokio zum Stromsparen aufgerufen.

Rekordtemperaturen von teils über 40 Grad, extrem hohe Luftfeuchtigkeit und kaum Regen: Wegen eines ungewöhnlich frühen Beginns der extremen Sommerhitze hat Japans Regierung die Bewohner:innen im Großraum der Millionen-Hauptstadt Tokio zum Stromsparen aufgerufen. Das berichtet die dpa. Das Industrieministerium rief die Bürger:innen am Montag, den 27. Juni, unter anderem dazu auf, unnötiges Licht auszuschalten. Die Klimaanlagen sollten jedoch weiter sinnvoll genutzt werden, um Hitzeschläge zu vermeiden. Am selben Tag endete nach Mitteilung der Wetterbehörde die kürzeste Regenzeit seit Beginn der Erfassung solcher Daten 1951. Entsprechend länger wird die schwüle Sommerhitze dieses Jahr dauern.

Auch in Deutschland wird es immer heißer

Das rohstoffarme Japan ist zur Stromerzeugung auf die Einfuhr von Energieträgern wie Kohle und Gas angewiesen. Diese Importe haben sich wegen des Ukraine-Krieges drastisch verteuert. Um potenzielle Versorgungsengpässe zu vermeiden, sah sich die Regierung nun gezwungen, die Bürger:innen und die Wirtschaft zum Stromsparen aufzurufen.
Aber nicht nur Japan ist momentan von starken Hitzewellen betroffen. So meldete der Deutsche Wetterdienst für Mitte Juni örtliche Temperaturen von bis zu 38 Grad. Und die Vorhersagen bestätigten sich: Der Großteil Sachsen-Anhalts hatte am 19. Juni den heißesten Tag des Jahres erlebt. Es seien teils Temperaturen von mehr als 38 Grad Celsius gemessen worden, teilte der DWD mit. Spitzenwerte wurden auch in Bernburg vermeldet. Damit stellt der 19. Juni 2022 auch den Tagesrekord für dieses Datum im gesamten Bundesland ein. Der bisherige Höchstwert wurde am 19. Juni 2013 in Magdeburg mit 34,3 Grad gemessen.

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