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Frühstücksfernsehen

Fleischfressendes Bakterium löst neue Epidemie aus

30.04.2018 • 01:00

Forscher schlagen Alarm: Ein fleischfressendes Bakterium löst grade eine neue Epidemie in Australien aus. Warum ist bisher unklar. Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder weiß mehr.

Jetzt wird es unangenehm: Das fleischfressende Bakterium Buruli-Ulkus löst grade eine neue Epidemie in Australien aus. Eigentlich ist das Mycobakterium typischerweise in tropischen Gebieten West- und Zentralafrikas heimisch. Warum es sich jetzt im gemäßigten Klima von Australien ausbreitet, ist noch unklar. Forscher deckten letztes Jahr 275 neue Infektionen auf, dass bedeutet eine Verdopplung der Fälle. Betroffen sind Menschen jeden Alters, auch kleine Kinder.

Der Erreger verursacht schwere Verletzungen der Haut und zerstört kleine Blutgefäße sowie das Fett unter der Haut. Dadurch kommt es zu Geschwüren und offenen Wunden. Normalerweise an den Gliedmaßen, teilweise aber auch im Gesicht. Die entstandenen Geschwüre werden mit der Zeit immer größer. Dadurch kommt es häufig zu dauerhaften Verunstaltungen und sogar langfristigen Behinderungen.

Auch die Behandlung ist schwierig, denn die Therapie erfolgt durch chirurgisches Entfernen des Gewebes sowie eine achtwöchige Antibiotikakur. Die Ärzte wissen noch nicht, wie sich die Krankheit auf den Menschen überträgt. „Niemand versteht, was vor sich geht und was die Epidemie auslöst.

Eine gute Nachricht gibt es aber: Obwohl das Bakterium den Weg von Afrika nach Australien gefunden hat, gehen Forscher bisher nicht davon aus, dass es sich nach Europa ausbreitet.