Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Forscher machen sich Sorgen: Klimawandel bedroht laut Studie Zugvögel

14.06.2022 • 11:57

Forscher:innen warnen, dass der Klimawandel Zugvogelpopulationen bedrohe. Da Küstengebiete stark von klimawandelbedingten Veränderungen betroffen sind, verschwinden wichtige Lebensräume für die Zugvogelarten.

Forscher:innen warnen, dass der Klimawandel Zugvogelpopulationen bedrohe. Da Küstengebiete stark von klimawandelbedingten Veränderungen betroffen sind, verschwinden wichtige Lebensräume für die Zugvogelarten. Hinzu kommen weitere Umweltbelastungen wie Überfischung, starker Schiffsverkehr und Holzeinschlag in den Küstengebieten, die den Vögeln bei Rast, Brut und der Aufzucht der Jungvögel zusetzen.

Das Wattenmeer als wichtige Nahrungsquelle ist bedroht

Besonders das Wattenmeer vor den Küsten Dänemarks, Deutschlands und den Niederlanden ist laut dem Untersuchungsbericht des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven ein wichtiger Zwischenstopp für viele Zugvögel, um sich vor der langen Reise Nahrungsreserven anzufressen. Durch den steigenden Meeresspiegel und zunehmende Extremwetterereignisse wie Starkregen und Stürme sei das von der Unesco ausgezeichnete Feuchtgebiet jedoch bedroht.

Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist wichtig für den Erhalt der Zugvogelpopulationen

Die Zählung, an der sich 2020 zuletzt rund 13.000 Menschen aus 36 Ländern beteiligten, kam zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der Populationen an Zugvögeln im Vergleich zu Zählungen von vor mehreren Jahrzehnten zugenommen habe. 16 Prozent der 83 beobachteten Zugvogelpopulationen blieben stabil, 30 Prozent der Bestände schrumpften.
Der Erhalt der Zugvogelarten könne demnach nur durch einen Schutz und eine nachhaltige Bewirtschaftung der wichtigen Lebensräume gelingen.

Weitere Videos