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"Freedom Day" verschoben: Was das für die Corona-Lage in Deutschland bedeutet

16.03.2022 • 13:40

Der Freedom Day ist verschoben: Eigentlich sollten am 20. März weitreichende Lockerungen in Bezug auf Corona-Regeln in Kraft treten. Doch die Länder scheinen nun größtenteils bis zum 2. April an den aktuellen Auflagen festhalten zu wollen.

Freedom Day nicht am 20. März

Der Freedom Day ist verschoben: Eigentlich sollten am 20. März weitreichende Lockerungen in Bezug auf Corona-Regeln in Kraft treten. Doch die Länder scheinen nun größtenteils bis zum 2. April an den aktuellen Auflagen festhalten zu wollen, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Der Grund seien die steigenden Inzidenzen und Todeszahlen. Demnach beschloss Bayern beispielsweise, dass es bis zum 2. April bei den bisherigen 2G- und 3G-Zugangsregeln und Maskenpflichten auch in Schulen oder im Handel bleiben soll. Auch Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Brandenburg wollen von der Regelung Gebrauch machen. Berlin und das Saarland wollen die bisherigen Maßnahmen bis 31. März beibehalten, so das RND. Wie es danach weitergehen soll, wird noch heiß diskutiert.

Expert:innen sehen Lockerungen kritisch

Der Freedom Day Ende März wurde von Expert:innen ohnehin kritisch gesehen: „Die geplante völlige Aufhebung der Schutzmaßnahmen zum 20. März wäre völlig falsch“, sagte beispielsweise Epidemiologe Timo Ulrichs zum RND. Bis dahin werden wir keinen stabilen Abwärtstrend haben. Eine solche Aufhebung würde zusätzlich zu einer Verbreiterung der Omikron-Welle führen – bis hin zu einer Plateausituation.“ Vielmehr müsse man Maßnahmen teilweise wieder verschärfen. Auch die neue Variante BA.2 bereitet Sorge. „Wenn die Lockerungen gering ausfallen, dann kann die BA.2-Welle im Bereich von einer Wocheninzidenz von 2000 ihr Maximum haben“, so Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut auf „Twitter“.

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