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Frühjahrsmüdigkeit oder Depression? Unterschiede & Merkmale im Überblick

21.03.2022 • 12:05

Im Frühjahr stellt sich der Körper um: Stoffwechsel und Hormone benötigen eine Zeit, um sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Gereiztheit können die Folgen sein. Doch wie unterscheidet sich die harmlose Frühjahrsmüdigkeit von einer Depression?

So unterscheiden sich Depression und Frühjahrsmüdigkeit

Im Frühjahr stellt sich der Körper um: Stoffwechsel und Hormone benötigen eine Zeit, um sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Gereiztheit können die Folgen sein. Doch wie unterscheidet sich die harmlose Frühjahrsmüdigkeit von einer Depression? Immerhin sind die Anzeichen bei letzterer ganz ähnlich. Die Depression dauere länger als die klassische Frühjahrsmüdigkeit, so die „Apotheken Umschau“. Außerdem träten noch deutlich schwerere Symptome auf. "Die Depression begleitet meist ein Gefühl des Antriebsmangels und der anhaltenden Freudlosigkeit, oft auch der inneren Leere", so Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie der Charité Berlin zur „Apotheken Umschau“. Viele Patient:innen ließen sich nicht einmal mehr für Sekunden aufmuntern, auch nicht durch die Zuwendung von Angehörigen und Freund:innen oder durch erfreuliche Ereignisse. Die psychische Erkrankung sei bestimmt von einem Gefühl der Ausweg­­losigkeit, so Arno Deister, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin des Klinikums Itzehoe.

Aus der Depression nur mit Hilfe von außen

Ein Mensch mit Depression schätze seinen Zustand nicht als vorübergehend ein, sondern sehe ihn als existenzielle ­­Bedrohung an. "Das Problem ist der Verlust der Zukunft, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie es weitergeht." Eine Depression ließe sich, im Gegensatz zur Frühjahrsmüdigkeit, nicht ohne fremde Hilfe bewältigen. Erste Anlaufstelle im Falle einer Depression seien normalerweise Hausärzt:innen. Bei einer Krise hilft auch die kostenlose Telefonseelsorge unter 08 00 /11 10-111 oder -222. Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Betroffene und Angehörige auf der Internetseite www.depressionsliga.de.