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Genesenen-Status gilt wieder 6 Monate – aber nicht für alle

15.02.2022 • 08:08

Mitte Januar sorgte das RKI für Wirbel, als es die Gültigkeit des Genesenen-Zertifikats kurzerhand auf drei Monate verkürzte. Jetzt machte das Institut einen Schritt zurück. 

Mitte Januar sorgte das Robert-Koch-Institut (RKI) für Wirbel, als es die Gültigkeit des Genesenen-Zertifikats nach einer Coronainfektion kurzerhand von sechs auf drei Monate verkürzte. Der Grund dafür sei die ansteckendere Omikron-Variante gewesen.

Jetzt machte das RKI auf seiner Homepage einen Schritt zurück. Die drei Monate sollen "ausschließlich vor und nach der durchgemachten Infektion nicht geimpfte Personen" betreffen.

Änderung der Genesenen-Zertifikate aus den Apotheken

Damit sorgt das Institut für ordentlich Verwirrung in Deutschlands Apotheken. Die dort ausgestellten EU-Zertifikate können nicht zwischen geimpft und ungeimpft unterscheiden, erklärte der deutsche Apotheker Verband ABDA der "Bild".

Durch die veränderte Empfehlung des RKI erhalten alle Genesenen wieder ein 180-Tage-Zertifikat. Bei einer fehlenden Impfung ist das aber nur 90 Tage gültig.

Umstellung der Zertifikate sorgt für Chaos

ABDA-Sprecher Christian Splett warnte vor Chaos durch die Umstellung:
"Genau genommen kann ein Genesener TROTZ scheinbar gültigen Genesenen-Zertifikats vor einem Restaurant oder einer Kneipe abgewiesen werden. Nämlich dann, wenn die Erkrankung mehr als 90 Tage her ist und kein zusätzliches Impfzertifikat in der Corona-Warn-App hinterlegt ist. Das würde dann der Empfehlung des RKI entsprechen."

Wie kontrolliert werden soll, wer ein bereits abgelaufenes Zertifikat hat, ist derzeit noch unklar.

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