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Frühstücksfernsehen

Gesundheitsminister Lauterbach gegen Strafe für Ungeimpfte

28.12.2021 • 11:15

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert Konsequenzen bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht. Karl Lauterbach hält nichts davon.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte vorgeschlagen, bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. „Wir sollten zusätzlich auch prüfen, ob Malus-Regelungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung möglich und sinnvoll wären“, sagte Holetschek dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Das hält Karl Lauterbach von dem Vorschlag von Klaus Holetschek

Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist gegen diesen Vorschlag und sagte gegenüber „Bild“: „Erst muss die Impfpflicht durchdacht und vom Bundestag eingebracht sein. (…) Obwohl ich ein klarer Befürworter einer Impfpflicht für Erwachsene bin, ist jetzt nicht die Zeit gekommen, schon über mögliche Strafen nachzudenken.“
In einem früheren Interview mit dem „Spiegel“ sprach sich Lauterbach bereits Mitte Dezember für eine allgemeine Impfpflicht aus und wollte dafür werben, dass sich so viele Menschen impfen lassen wie möglich.

"Deshalb brauchen wir unbedingt eine allgemeine Impfpflicht"

„Es ist kaum zu verhindern, dass die Omikron-Variante sich auch bei uns ausbreitet“, so der SPD-Politiker. Die Analysen von Expertinnen wie Sandra Ciesek und anderen würden alle in dieselbe Richtung zeigen: Mit der zweifachen Impfung hätte man einen sehr beschränkten Schutz gegen Infektionen, möglicherweise gar keinen mehr nach Monaten. „Deshalb brauchen wir unbedingt eine allgemeine Impfpflicht. Die Impfpflicht gehört zu den zwei Dingen, die uns aus dieser Krise herausführen können. Das zweite ist eine erfolgreiche Boosterkampagne. Gerade bei der Omikron-Variante könnte die Boosterimpfung besonders bedeutsam sein“, so Lauterbach.

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