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Frühstücksfernsehen

"Gezielte Provokation": Weltärzte-Chef Montgomery teilt weiter aus

03.01.2022 • 12:47

Der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat Kritik der Bundesärztekammer zurückgewiesen. In einem Interview bezeichnete er Richter:innen, die Corona-Regeln beurteilten oder wieder kippten, als "kleine Richterlein". Montgomery erklärt nun in einem weiteren Interview: Seine Äußerung sei eine "gezielte Provokation" gewesen.

Der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat Kritik der Bundesärztekammer zurückgewiesen. In einem Interview mit der "Welt" bezeichnete er Richter, die Corona-Regeln beurteilten oder wieder kippten, als "kleine Richterlein".

Montgomery spricht von "gezielter Provokation"

Montgomery erklärt nun in einem weiteren Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ): Seine Äußerung sei eine "gezielte Provokation" gewesen. "Es kann doch auch nicht sein, dass bei einer national alle betreffenden Problematik unter Verweis auf den Föderalismus in den Bundesländern geltende Gesetze und Verordnungen von Richtern geändert werden."

Er nannte die Distanzierung der Bundesärztekammer von seinen Aussagen zudem "erstaunlich unkollegial". Die Forderung der Kammer, sich in seinem jetzigen Amt nur zu "international medizinethischen Fragen" zu äußern, lehnt er ab. Viele Themen im gesundheitspolitischen Bereich haben auch eine internationale Dimension, so Montgomery.

Schwieriges Verhältnis zwischen Bundesärztekammer und Montgomery

Montgomery trat vor drei Jahren an die Spitze des Weltärztebundes, war davor acht Jahre lang Präsident der Bundesärztekammer und ist derzeit ihr Ehrenpräsident. In der FAZ erklärt er deren Verhältnis: "In der Kammer besteht vermutlich eine gewisse Eifersucht, die sich an meinem Narzissmus reibt. Zu dem stehe ich."

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