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Frühstücksfernsehen

Händler und Gastronomen stemmen sich gegen 2G

02.12.2021 • 11:20

Am Donnerstag (2.12.) berät die Ministerpräsidentenkonferenz über die flächendeckende Ausweitung der 2G-Regelung für Handel und Gastronomie. Die Verbände der betroffenen Branchen wehren sich dagegen teils mit Gutachten, die die Rechtmäßigkeit der Verordnung infrage stellen.

Händler und Gastronomen stemmen sich gegen 2G

Am Donnerstag (2.12.) berät die Ministerpräsidentenkonferenz über die flächendeckende Ausweitung der 2G-Regelung für Handel und Gastronomie. Die Verbände der betroffenen Branchen wehren sich dagegen teils mit Gutachten, die die Rechtmäßigkeit der Verordnung infrage stellen.
"2G-Regelungen für den Einzelhandel sind nicht verhältnismäßig und greifen in die verfassungsgemäß geschützten Rechte der Einzelhändler ein", sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE.
Er beruft sich auf ein Gutachten der Anwaltskanzlei Noerr, wonach 2G-Einschränkungen für den Handel nicht zu rechtfertigen seien, wenn parallel eine Impfpflicht ausbleibe.
Kommt 2G, drohen dem Handel wohl erhebliche Verluste: Christian Rausch vom Institut der deutschen Wirtschaft rechnet mit Umsatzeinbußen im Dezember von etwa 5,3 Milliarden Euro.

Rettungspaket und Entschädigungen gefordert

Entsprechend fordert der HDE "umfassende Entschädigungsregelungen", wenn 2G tatsächlich kommen sollte.
Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnt vor den Auswirkungen von 2G und fordert ein umfassendes Rettungspaket. Neben einer Verlängerung des Kurzarbeitergeldes müsse die Mehrwertsteuer für Speisen und Getränke dauerhaft gesenkt werden.

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