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Frühstücksfernsehen

Hiobsbotschaft für Bier-Fans: "Viele Marken werden nicht überleben"

26.05.2022 • 15:15

Der Vertriebschef der Brauerei Erdinger Weißbräu, Josef Westermeier, warnt vor einem Biermarken-Sterben. Das Problem sei, dass Bier angesichts explodierender Energiepreise "viel zu günstig" ist, sagte Westermeier zu "t-online.de".

Der Vertriebschef der Brauerei Erdinger Weißbräu, Josef Westermeier, warnt vor einem Biermarken-Sterben. Das Problem sei, dass Bier angesichts explodierender Energiepreise "viel zu günstig" ist, sagte Westermeier zu "t-online.de". Brauen verbrauche hingegen viel Energie und die gestiegenen Energiekosten seien "grausam, sie haben sich verdreifacht".

"Theoretisch könnte ein Kasten Weißbier drei bis vier Euro teurer werden" gab Westermeier zu Bedenken. Es hänge vom Handel ab, ob die Kunden letztlich tiefer in die Tasche greifen müssten. "Wenn der Handel und die Kunden nicht verstehen, dass Bier auch etwas wert ist, wird es einen radikalen Umbruch in der Branche geben. Am Ende werden viele Biermarken nicht überleben."

 

Bei einer Gaskrise müsste das Familienunternehmen Erdinger Weißbräu abwägen, was es noch produzieren könne und was nicht. Laut Westermeier könne eine "Weißbier-Triage" drohen: Nur die treusten Kunden hätten dann Vorrang und es müsse entschieden werden, welcher Kunde wie viel Bier noch bekommen würde.

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