Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Infektionsgefahr: RKI warnt vor Raclette und Fondue

30.12.2021 • 16:41

Das Robert Koch-Institut warnt vor Raclette oder Fondue an Silvester. Wegen des rohen Fleischs liefe man Gefahr, an sich mit einer Duchfallerkrankung zu infizieren.

Infektionsgefahr: RKI warnt vor Raclette und Fondue

Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt kurz vor Silvester vor Fondue und Raclette als Feiertagsgerichte. Wie aus Forschungen des RKI hervorgeht, litten viele Menschen nach dem Fondue oder Raclette an einer sogenannten Campylobacter-Enteritis, eine Durchfallerkrankung.
Das Forschungsteam um Bettina Rosner vom RKI fand heraus, dass durch den Kontakt, insbesondere mit rohem Hühnchenfleisch, das Infektionsrisiko für die Durchfallerkrankung deutlich steigt. Vor allem bei Fleischfondue und beim Raclette würde häufig rohes Fleisch mit bloßen Fingern angefasst. Die Folge sei oftmals, dass die Keime auf andere Lebensmittel gelangen.

Auch Wild birgt eine Gefahr

Auch Wildgerichte birgen laut RKI ein erhöhtes Risiko: Durch die Verwendung bleihaltiger Munition für das Erschießen der Tiere, könne Wildfleisch Blei enthalten.  "Insgesamt wurden sieben Proben beanstandet, sechs davon wurden als "nicht zum Verzehr geeignet" und eine Probe sogar als gesundheitsschädlich eingestuft", erklärt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Bereits geringe Mengen Blei seien für den Menschen schädlich. Als Handlungsempfehlung teilte der Deutsche Jagdverband auf dpa-Anfrage mit: "In Deutschland gehört bleifreie Büchsenmunition für die Jagd auf Hirsch, Reh und Wildschwein mittlerweile zum Standard". Wild solle deshalb beim Metzger, Jäger oder Förster vor Ort gekauft werden – dort könne man fragen, welche Munition genutzt wurde.

Weitere Videos