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Intensivkoordinator warnt: Patienten auf Warteliste sterben bereits

01.12.2021 • 16:39

Die Corona-Situation in Deutschland ist weiterhin stark angespannt. Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich immer weiter zu. Dadurch müssen bereits vermehrt geplante Operationen verschoben werden.

Die Corona-Situation in Deutschland ist weiterhin stark angespannt. Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich immer weiter zu. Nach aktuellem Stand sind am 1. Dezember 2021 insgesamt 87,7 Prozent der Intensivbetten belegt. 4.690 Intensivbetten werden dabei zurzeit für Covid-19-Patient:innen benötigt.

Rund 50 Prozent aller geplanten Operationen in Baden-Württemberg bereits verschoben

Durch die angespannte Situation auf den Intensivstationen müssen bereits vermehrt geplante Operationen verschoben werden. In Baden-Württemberg betrifft dies bereits rund 50 Prozent aller planbaren OPs, teilte die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) mit.

Michael Bauer: Für Betroffene kann dies der Tod auf der Warteliste bedeuten

In Thüringen zeichnet sich die gleiche Tendenz ab. Betroffen sind Patient:innen mit beispielsweise Krebs- oder Herzklappen-Erkrankungen, deren Operationen aufgeschoben werden müssen. "Für die bedeutet das unter Umständen den Tod auf der Warteliste oder eine wesentlich schlechtere Prognose", sagt der Intensivkoordinator des Landes, Michael Bauer. Besonders bei Krebs spiele die Zeit eine große Rolle, um mit einer Behandlung in einem heilbaren Stadium viele Lebensjahre des Patienten oder der Patientin retten zu können. Tatsächlich seien laut Bauer bereits Patient:innen auf der Warteliste gestorben.

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