Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Israel: Die fatalen Auswirkungen einer frühen Booster-Kampagne

16.02.2022 • 12:59

Die Omikron-Welle hat Israel hart getroffen. Das Land verzeichnet neue Höchststände an Schwerkranken und Toten. Dabei sind bis zu 90 Prozent der über 40-Jährigen geimpft. Wie kommt es also zu den dramatischen Zahlen?

Höchststand an Schwerkranken und Toten in Israel

Die Omikron-Welle hat Israel hart getroffen. Das Land verzeichnet neue Höchststände an Schwerkranken und Toten. Dabei sind bis zu 90 Prozent der über 40-Jährigen geimpft, so das „Redaktions-Netzwerk Deutschland“. Wie kommt es also zu den dramatischen Zahlen?
Da die Impfkampagne in Israel jeweils sehr viel früher als im Rest der Welt begann, liegen die Impfungen bei den Menschen auch länger zurück, um noch ausreichend zu schützen, so der „Tagesspiegel“. Im Februar lasse der Impfschutz der Booster-Kampagne im Juli nun nach. Eine vierte Impfung, welche den Schutz vor einer schweren Erkrankung für Menschen über 60 Jahre um das vierfache steigere, sei für viele Menschen in Israel noch nicht in Sicht. Der frühe Booster zeige sich nun als Nachteil: Winterwellen fielen deutlich heftiger aus als solche im Frühjahr oder Herbst. Ein Teil der Bevölkerung sei daher durch den nachlassenden Impfschutz nicht mehr ausreichend geschützt gewesen.

Besser geschützt durch späten Booster?

In Deutschland könnte das späte Anlaufen der Booster-Kampagne demnach förderlich gewesen sein, da das geschützte Halbjahr dadurch in den Wintermonaten lag. Dies könnte laut "Tagesspiegel" ein Grund dafür sein dass die Anzahl der Toten in Israel im Verhältnis zur Bevölkerungszahl fast dreimal so hoch ist wie in Deutschland.

Weitere Videos