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Jetzt offiziell: Altkanzler Schröder verliert Privilegien

19.05.2022 • 15:11

Altbundeskanzler Gerhard Schröder muss nach Kritik an seinen Russland-Kontakten auf einen Teil seiner Privilegien verzichten.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder muss nach Kritik an seinen Russland-Kontakten auf einen Teil seiner Privilegien verzichten. Der Haushaltsausschuss beschloss am Donnerstag, den 19. Mai, die Abwicklung seines Büros, wie die dpa aus Ausschusskreisen erfuhr. Das verbliebene Personal soll anderweitige Aufgaben übernehmen, hieß es in einem Antrag der Ampel-Koalition, der im Ausschuss eine Mehrheit fand. Anrecht auf ein Ruhegehalt und auf Personenschutz hat der Altkanzler aber weiterhin. Die Union hätte dem SPD-Politiker am liebsten auch sein Ruhegehalt gestrichen. Sie warf Schröder unter anderem vor, dem internationalen Ansehen Deutschlands zu schaden.

Gerhard Schröder Biografie

Schröder steht wegen seiner Russland-Kontakte, seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und seiner Posten bei russischen Staatskonzernen massiv in der Kritik. Der heute 78-Jährige war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Danach übernahm er Aufgaben unter anderem für die Pipeline-Gesellschaft Nord Stream, die russische Gazprom und den Energiekonzern Rosneft. Weil er sich davon nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht distanzierte, forderte ihn die SPD-Spitze zum Parteiaustritt auf. Es gibt auch Anträge auf einen Parteiausschluss.

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