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Frühstücksfernsehen

"Kann nicht sein": Karl Lauterbach über Booster-Debakel

16.12.2021 • 16:26

Eine Inventur des Gesundheitsministeriums ergab: Für die geplante Booster-Kampagne im Frühjahr 2022 fehlt es vorne und hinten an Impfdosen. Nun äußerte sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach in einer Pressekonferenz zu dem Booster-Debakel.

"Kann nicht sein": Karl Lauterbach über Booster-Debakel

Gesundheitsminister Karl Lauterbach steckt in der Bredouille. Eine gut organisierte Impfkampagne und die rasche Durchführung von so vielen Booster-Impfungen wie möglich sind der Weg raus aus der vierten Corona-Welle – das betonte der SPD-Politiker in der Vergangenheit immer wieder. Bei einer Inventur des Gesundheitsministeriums stellte er jedoch fest: Es fehlt vorne und hinten an Impfdosen, in circa drei Wochen droht ein Engpass bei Vakzinen von Biontech/Pfizer.

 Karl Lauterbach will Impfstoff aus dem Ausland beschaffen

In einer Pressekonferenz am Donnerstag (16. Dezember) nahm Lauterbach nun Stellung zum unerwarteten Impfschlamassel:
"Die Situation ist die, dass wir insgesamt im ersten Quartal 50 Millionen Impfstoffdosen […] erwarten können. Und das trifft auf einen Bedarf von 70 Millionen Dosen. Somit ist der Bedarf nicht ganz gedeckt. […] Es kann nicht sein, dass die besonders erfolgreiche Booster-Kampagne ausgebremst wird, weil wir nicht genug Impfstoff haben. Das möchten wir verhindern, daher verhandle ich derzeit auch mit anderen Ländern, um mehr Impfstoff zu bekommen."

Trotz fatalem Irrtum: Lauterbach nimmt Vorgänger Jens Spahn in Schutz

Zuletzt hatte Lauterbachs Vorgänger Jens Spahn (CDU) wiederholt betont, es stünde genug Impfstoff für eine ausgiebige Booster-Kampagne zu Beginn des neuen Jahres zur Verfügung – offenbar ein Irrtum des Gesundheitsministeriums, wie sich nun zeigt. Dennoch beteuert Lauterbach, seine aktuellen Bemühungen und Aussagen stellen keine Kritik an Spahn da. Die beiden stehen aktuell im Austausch.

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