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Frühstücksfernsehen

Kapitol-Attacke: Gremium enthüllt SMS von Trump-Sohn an Ex-Stabschef

14.12.2021 • 09:40

Ex-Stabschef Mark Meadows war bei Donald Trump im Weißen Haus, als ein Mob das Kapitol stürmte. Er wurde angefleht, auf den Präsidenten einzuwirken - sogar von dessen Sohn.

Ex-Stabschef Mark Meadows war bei Donald Trump im Weißen Haus, als ein Mob das Kapitol stürmte. Er sei in einer „einzigartigen Position, um wichtige Informationen über die Ereignisse des 6. Januar 2021“ bereitzustellen, hieß es von dem Ausschuss zur Aufarbeitung des Angriffs auf das US-Kapitol vorliegt. Die Abgeordnete Liz Cheney berichtete in einer Anhörung unter Berufung auf Sprachnachrichten, die Meadows dem Ausschuss zur Verfügung gestellt hat, ihn hätten zur Zeit der Erstürmung des Kapitols zahlreiche Appelle erreicht, den Präsidenten zum Einschreiten zu bewegen.

Donald Trump Junior flehte Meadows an zu Handeln

Neben prominenten Moderatoren des konservativen Senders Fox News habe ihn auch ein Sohn des Präsidenten, Donald Trump Junior, angefleht zu Handeln. „Er muss diesen Scheiß verurteilen. Sofort“, schrieb der jüngere Trump demnach an Meadows.
Es folgten weitere Nachrichten, in denen der Sohn unter anderem geschrieben habe, der Präsident müsse umgehend vor die Kameras treten und sich an die Nation wenden. Die Republikanerin Cheney kommentierte: „Doch es vergingen Stunden ohne das nötige Handeln des Präsidenten.“

Meadows will nicht mit dem Untersuchungsausschuss zusammenarbeiten

In einem 51-seitigen Bericht legt der Ausschuss nun mehrere Fragen an Meadows dar. Meadows hatte in der vergangenen Woche erklärt, er wolle doch nicht mit dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zusammenarbeiten. Eine erste Vorladung des Gremiums hatte er zuvor bereits missachtet, woraufhin ihm der Ausschuss mit strafrechtlichen Schritten drohte.

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