Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Kaum Rente trotz Arbeit: Jeder 3. Vollzeitbeschäftigte bekommt später weniger als 1.300 Euro

03.01.2022 • 15:23

Jede:r dritte Arbeitnehmende landet nach 45 Arbeitsjahren bei einer Brutto-Rente von unter 1.300 Euro. Angaben des Bundesarbeitsministeriums zufolge waren in Deutschland zum 30. Dezember 2020 rund 21,45 Millionen Menschen in einer Vollzeitbeschäftigung gemeldet. Davon müssen rund sieben Millionen mit einer Rente unter 1.300 Euro rechnen.

Jeder dritte Arbeitnehmende landet nach 45 Arbeitsjahren bei einer Brutto-Rente von unter 1.300 Euro. Dies ergibt eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.

Sieben Millionen Arbeitnehmer müssen mit niedriger Rente rechnen

Den Angaben zufolge waren in Deutschland zum 30. Dezember 2020 rund 21,45 Millionen Menschen in einer Vollzeitbeschäftigung gemeldet. Davon müssen rund sieben Millionen mit einer Rente unter 1.300 Euro rechnen. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, forderte nun Maßnahmen der Bundesregierung.

VdK-Präsidentin fordert Maßnahmen gegen niedrige Rente

Wie sie dem "Tagesspiegel" sagte, brauche es eine Erhöhung des Mindestrentenniveaus auf "deutlich über 50 Prozent" und einen höheren Mindestlohn von mindestens 13 Euro: "Wenn so viele Menschen im Alter nach langer Vollzeitberufstätigkeit Renten bekommen, die kaum höher als die Sozialhilfe sind, fragen sie sich, warum sie überhaupt einzahlen sollen."
Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums müssen Beschäftige derzeit mindestens 2.800 Euro brutto im Monat verdienen, um auf eine Bruttorente von 1.300 Euro zu kommen.

Weitere Videos