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Frühstücksfernsehen

Kein Frühlingsfest und kein Oktoberfest? Münchens OB Reiter ist skeptisch

24.03.2022 • 15:58

Nach 2 Jahren Corona-Pause stehen Frühlings- und Oktoberfest nun wieder auf der Kippe. Diesmal allerdings wegen des Krieges in der Ukraine.

Kein Frühlingsfest und kein Oktoberfest? Münchens OB Reiter ist skeptisch

Es sollte das Jahr werden in dem alles wieder stattfindet in München: Frühlingsfest und das Oktoberfest. Jetzt steht alles auf der Kippe. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte im Interview mit dem Radiosender "Gong 96.3", dass er das Frühlingsfest kritisch sieht: "Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen eines (das Frühlingsfest, Anm. d. Red.) zu besuchen, fröhlich zu sein, Bier zu trinken, Karussell zu fahren, wenn gleichzeitig in der Ukraine Krieg herrscht und täglich Menschen sterben", so der Politiker. 
Wenig zuvor hatte der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, per Liveschalte im Münchner Stadtrat gesprochen und von der aktuellen Lage in Kiew berichtet. Er ist sich sicher, so sagte er laut der Münchner Abendzeitung in der Schalte, dass der Krieg gegen Putin noch mehrere Monate anhalten werde. 

Auch das Oktoberfest sieht Reiter kritisch

"Der Veranstalter wird das sicher auch berücksichtigen und wir werden, wenn der Krieg andauert, uns kurz vor Beginn unterhalten müssen, ob das Frühlingsfest Sinn macht und angemessen ist", kommentierte Reiter die Lage in der bayerischen Landeshauptstadt. Und auch das Oktoberfest könnte auf der Kippe stehen. Der Aufbau beginnt aufgrund des großen Aufwands bereits im Mai – spätestens dann müsse eine Entscheidung fallen, so der OB:  "Ich muss schon schauen, was in dieser Welt passiert und es gibt dann auch übergeordnete Gründe, die noch wichtiger sind, als ein Volksfest abzuhalten." Anderer Meinung ist hingegen Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner. Er sagt, eine Absage ließe Putin sein Ziel erreichen – die westliche Kultur zu beeinflussen.

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