Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Keine Ausnahme bei 3G-Regel: Berliner Obdachlose werden von Bahnsteigen verbannt

10.12.2021 • 17:49

Für den Berliner Nahverkehr wurden nun strengere Corona-Vorschriften beschlossen. Zusätzlich dazu, dass nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit Bus und Bahn fahren dürfen, muss die 3G-Regel auch auf Bahnsteigen beachtet werden. Neben den Folgen für Fahrgäst:innen werden vor allem Obdachlose darunter leiden müssen.

Für den Berliner Nahverkehr wurden nun strengere Corona-Vorschriften beschlossen. Zusätzlich dazu, dass nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit Bus und Bahn fahren dürfen, muss die 3G-Regel auch auf Bahnsteigen beachtet werden. Das berichtet die "Berliner Zeitung" (BZ). Neben den Folgen für Fahrgäst:innen werden vor allem Obdachlose darunter leiden müssen. Diese suchen im Winter oft Zuflucht vor der Kälte auf den Bahnsteigen.

Keine Ausnahmen für Obdachlose unter 3G-Regel

Ausnahmen für Obdachlose würden nicht gemacht, betonte die Berliner Sozialverwaltung auf Anfrage der BZ: "Grundsätzlich ist es so, dass Kontrolleure Personen abweisen müssen, die die 3G-Bedingung nicht erfüllen." Aufgrund des Zwecks der Verordnung sei es "nicht möglich, eine Ausnahme für obdachlose Personen zu schaffen". Man wisse jedoch, wie problematisch diese Situation für obdachlose Menschen sei: "Daher unternehmen wir viele Anstrengungen, Obdachlosen eine Impfung und weitere Tests zu ermöglichen."

Stadtmission für behutsamen Umgang mit Obdachlosen

Die Berliner Stadtmission warb im Zuge dessen für einen behutsamen Umgang mit Obdachlosen. Kontrollen sollten mit Augenmaß durchgeführt werden, "so dass niemand in die Gefahr gerät, dem Kältetod ausgeliefert zu werden", sagte die Sprecherin der Stadtmission, Barbara Breuer.

Weitere Videos