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Frühstücksfernsehen

"Keine so gute Idee": Lauterbach rechtfertigt fehlenden Impfpflicht-Vorschlag

13.01.2022 • 14:58

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für die allgemeine Impfpflicht.

"Keine so gute Idee": Lauterbach rechtfertigt fehlenden Impfpflicht-Vorschlag

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für die allgemeine Impfpflicht.

"Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein", sagte er dem Nachrichtenportal "The Pioneer".

Lauterbach möchte Neutralität beweisen

Der SPD-Politiker erklärte, als Gesundheitsminister müsse er eine "gewisse Neutralität" haben. Daher würde er dem Parlament keinen eigenen Entwurf zur Impfpflicht präsentieren.

Trotzdem stellte sich Lauterbach deutlich hinter Bundeskanzler Olaf Scholz. "Wir sind klare Befürworter der Impfpflicht."

Lauterbach sieht Impfziel in Gefahr

Das Impfziel der Bundesregierung, dass bis Ende Januar 80 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal geimpft sind, ist nach der Einschätzung des Politikers aktuell stark in Gefahr.

Über die Feiertage habe es einen Rückgang bei den Impfungen gegeben. "Daher muss man das wieder anschieben. Aber darüber lohnt es nicht zu lamentieren", sagte der Minister.

Besonderen Zeitdruck sieht Lauterbach nicht mehr. Für die Omikron-Variante spiele die Impfpflicht sowieso keine entscheidende Rolle mehr. Wichtig wäre sie vor allem, "damit im Herbst die Welle abgewendet werden kann."

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