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Frühstücksfernsehen

Kriegsangst nach Angriff auf Ukraine: Wie erkläre ich meinem Kind die Lage?

25.02.2022 • 12:43

Der Angriff Russlands auf die Ukraine beherrscht die Nachrichten, soziale Medien und ist Thema in den Schulen. Wie sollte man mit Kindern darüber reden?

Der Angriff Russlands auf die Ukraine beherrscht die Nachrichten, soziale Medien und ist Thema in den Schulen. Insbesondere für Kinder sind solche Informationen nicht immer verständlich, Darstellungen von Gewalt und Krieg können sie ängstigen. Gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) beantworten Medienpädagogin Yasmina Ramdani und Michael Kroll, Chefarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Asklepios Fachklinikum, die wichtigsten Fragen, wie Eltern mit ihren Kindern über die aktuelle Lage reden sollten.

"Eltern sollten die Gefühle und Sorgen ihrer Kinder ernst nehmen und möglichst sachlich über ihre eigenen Gedanken reden", so Yasmina Ramdani. Es sei wichtig, Kinder altersgerecht zu informieren. Man sollte Kindern nicht unnötig Angst machen, aber auch nicht die Unwahrheit sagen.

Das Entscheidende im Gespräch, gerade mit kleinen Kindern, sei es, seine eigenen Gefühle und Handlungen zu beruhigen und sich selbst zu hinterfragen: Wie gehe ich eigentlich selbst mit dem Thema um? Ein Kind könne die Bedrohung durch den Krieg noch nicht einschätzen. Was es aber sehr wohl einschätzen kann, ist die Gefühlslage seiner Eltern.

"Man kann Kindern sagen, dass man sich selbst erst einmal sortieren muss, wie wir uns auch als Gesellschaft sortieren müssen. Nach all den Unsicherheiten, die die Pandemie mit sich brachte, kommt mit dem Krieg in Europa nun die nächste Unsicherheit, die unsere Zukunft in ein neues Licht rückt. Umgekehrt können uns diese Krisen helfen, uns zu stärken, auf das Wichtige zu schauen, und anderen zu helfen", so Michael Kroll.

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