Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Kurioser Ansatz: Altes Frittenfett soll Flugzeuge klimafreundlicher machen

23.02.2022 • 12:49

Mit altem Frittierfett die Umwelt schützen? Mithilfe von recyceltem Flugzeugsprit will ein britisches Mineralölunternehmen genau das möglich machen.

Kurioser Ansatz: Altes Frittenfett soll Flugzeuge klimafreundlicher machen

Mit altem Frittierfett die Umwelt schützen? Klingt kurios, ist tatsächlich aber ein real existierender Ansatz: Das britische Mineralölunternehmen BP hat mit der Produktion einer neuen Art von Flugzeugsprit begonnen – und der besteht zu Teilen aus Speisefettresten. Dafür verwertet der Konzern gebrauchte und überschüssige Fette aus Fritteusen, Bio-Abfällen und Küchenrückständen, wie die Nachrichtenwebsite "heise online" berichtet.

Recyceln von Fett macht Soja- und Rapsanbau überflüssig

Beim CO2-Ausstoß macht sich der Speisefettzusatz zwar nicht bemerkbar. Dass für die Herstellung des Treibstoffs allerdings recycelte Stoffe verwertet werden, macht die Gesamt-Klimabilanz deutlich besser – immerhin müssen so nicht erst Raps oder Soja angebaut werden. Laut BP-Europavorstand Arno Appel könnten Airlines den neuartigen, semi-recycelten Kraftstoff sofort und ohne Umbau einsetzen.

Auch Deutschland forscht: Formationsflüge bei Langstrecken soll Emissionen verringern

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt forscht derweil am Konzept von Formationsflügen nach dem Vorbild von Zugvögeln: "Betrachten wir den Luftverkehr weltweit, so könnten wir durch Formationsflug mit verhältnismäßig geringem Aufwand einen großen, positiven Effekt auf den Klimaschutz für unsere Erde erreichen." Vor allem bei Langstreckenflügen könne der Ausstoß so um bis zu 25 Prozent verringert werden. Dass Fliegen klimafreundlicher wird, ist bei der Vielzahl verschiedener Forschungsansätze wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Weitere Videos