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Frühstücksfernsehen

Lauterbach bei Maischberger: Corona wird nie wieder weggehen

17.02.2022 • 13:17

Karl Lauterbach betonte, dass Covid-19 als zusätzliche Krankheit in der Welt bleiben und nicht mehr weggehen werde. Auch nach dem 20. März sei die Welt nicht wieder so wie vor der Pandemie.

Bund und Länder haben am Mittwoch (16.2.) umfangreiche Lockerungen der Coronaregeln beschlossen. Ab dem 20. März sollen demnach "alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen entfallen". Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wollte bei "maischberger" im ARD aber nicht von einem "Freedom Day" sprechen.

"Normalität nach Corona" gelte nicht für Alle

Es gebe immer noch Personen, die durch das Coronavirus gefährdet seien. Dazu gehören laut Lauterbach auch ältere Menschen, bei denen die Impfung nicht so gut wirke. Für diese Menschen werde es nie "eine wirklich volle Freiheit geben".
Der Minister betonte, dass Covid-19 als zusätzliche Krankheit in der Welt bleiben und nicht mehr weggehen werde. Auch nach dem 20. März sei die Welt nicht wieder so wie vor der Pandemie. "Ich glaube, dass wir uns zehn Jahre lang mit Covid beschäftigen werden, aber in abnehmender Intensität."
Die Vorstellung, dass das Virus nach Omikron sich immer harmloser zu einer Erkältungskrankheit entwickeln werde, sei eine "gefährliche Legende". "Das mag in 30, 40 Jahren so sein - aber nicht für die nächsten zehn Jahre", betonte der SPD-Politiker.

Forscher sprechen von vier Corona-Zukunftsszenarien

Englische Wissenschaftler hätten vier Szenarien für den nächsten Herbst vorhergesagt. "Keines dieser Szenarien ist gut", so Lauterbach.
Auch die britische Corona-Forscherin Prof. Christina Pagel vom University College London erklärte vor wenigen Tagen auf ihrem Twitter-Account: "Die Welt vor 2020 existiert nicht mehr - wir wollen es vielleicht, aber sie tut es einfach nicht."

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