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Leben mit dem Virus: Wann wird Corona "endemisch"?

29.12.2021 • 15:02

Fachleute diskutieren darüber, wie lange das Coronavirus uns noch begleiten wird. Werden Impfen und neue Wellen zur Gewohnheit oder kommt die Endemie, also die dauerhafte Präsenz in der Bevölkerung?

Fachleute diskutieren darüber, wie lange das Coronavirus uns noch begleiten wird. Werden Impfen und neue Wellen zur Gewohnheit oder kommt die Endemie, also die dauerhafte Präsenz in der Bevölkerung? Ausrotten lässt sich ein so ansteckender und verbreiteter Erreger wie Sars-CoV-2 laut Expert:innen voraussichtlich nicht.

Immunität kann Inzidenzen bremsen

Der Epidemiologe Rafael Mikolajczyk erläutert laut der dpa, dass "saisonale Schwankungen" zwar möglich seien, aber eine immer breitere Immunität neue Inzidenz-Explosionen ausbremsen würde. Das Immunsystem müsse dann nicht mehr gegen einen neuartigen Erreger kämpfen, sondern sei durch frühere Infektionen oder Impfungen gewappnet.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Institutes (RKI), erklärt gegenüber der dpa: "Wenn sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger impfen lässt, haben wir den endemischen Status mit weniger schweren Krankheitsverläufen schneller."

Omikron könnte zum endemischen Status verhelfen

Der Übergang in die Endemie könnte mit der Omikron-Variante schneller gehen, so der Epidemiologe Hajo Zeeb. Wie die dpa ihn zitiert, sei zu erwarten, "dass auch Omikron wieder eine Immunantwort hervorruft und damit viele Menschen dann also Immunität aufbauen".

Doch laut der Virologin Isabella Eckerle gibt es dabei ein Problem, wie sie auf Twitter betont: "Diese Immunität wird hier mit vielen Krankheits- & Todesfällen erkauft."

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