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Frühstücksfernsehen

Mord, Drogenhandel, Terrorismus? Für diese Delikte wird in Malaysia das Todesurteil abgeschafft

13.06.2022 • 16:54

Die Regierung in Malaysia will die obligatorisch vorgeschriebene Todesstrafe für bestimmte Delikte abschaffen.

Die Regierung in Malaysia will die obligatorisch vorgeschriebene Todesstrafe für bestimmte Delikte abschaffen. Richter sollen in Zukunft die Freiheit haben, alternative Strafen zu verhängen, meldet die dpa. Bisher waren in dem südostasiatischen Land Todesurteile unter anderem für Mord, Drogenhandel, Terrorismus, Entführungen und den Besitz von Schusswaffen zwingend vorgeschrieben.

In so vielen Ländern gibt es noch die Todesstrafe

Malaysischen Medienberichten zufolge befanden sich im November vergangenen Jahres mehr als 1.350 Verurteilte im Todestrakt. "Zwar war 2021 weiterhin ein Hinrichtungsmoratorium in Kraft, doch gab es keine Fortschritte, was die Abschaffung der Todesstrafe betraf", hieß es noch im März in einem Bericht von Amnesty International zur Menschenrechtslage in Malaysia. Laut Amnesty ist die Todesstrafe mittlerweile in 144 Ländern – das sind mehr als zwei Drittel aller Staaten - per Gesetz oder Praxis außer Vollzug gesetzt. Die Non-Profit-Organisation verzeichnete im Jahr 2021 in Summe 579 Hinrichtungen, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 (483) entspricht. Wie in den Vorjahren, sind in den erfassten Gesamtzahlen nicht die Tausenden von Hinrichtungen enthalten, die Amnesty International in China vermutet, wo die Daten zur Todesstrafe als Staatsgeheimnis eingestuft werden.

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