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Mülheim und Düsseldorf betroffen: Vallourec will Standorte schließen

19.05.2022 • 10:17

Der französische Stahlrohrkonzern Vallourec will seine deutschen Standorte in Düsseldorf und Mülheim schließen.

Der französische Stahlrohrkonzern Vallourec will seine deutschen Standorte in Düsseldorf und Mülheim schließen. Die Produktion soll Ende 2023 eingestellt werden. Vallourec Deutschland stellt vor allem nahtlose Stahlrohre für den Öl- und Gasmarkt sowie industrielle Anwendungen im Maschinen- und Stahlbau her. 2.400 Menschen sind betroffen. Ein Vallourec-Forschungszentrum im sächsischen Riesa mit rund 40 Beschäftigten ist nach Angaben einer Sprecherin von den Schließungen nicht betroffen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch, den 18. Mai, laut der dpa mit.

IG Metall: Schließungen sind eine „Katastrophe“

Die IG Metall sprach von einer „Katastrophe“. Erst am Montag hatten rund 1.000 Beschäftigte vor der Konzernzentrale in Paris für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die Produktion nahtloser Stahlrohre in Deutschland sei für Vallourec aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr darstellbar, erklärte Vorstandschef Philippe Guillemot. Vallourec Deutschland habe seit sieben Jahren signifikante Verluste geschrieben. Ursache dafür seien Überkapazitäten in der Branche, sinkende Margen, aber auch externe Schocks wie diverse Ölkrisen, Strafzölle aus China, die Coronakrise sowie der von Russland begonnene Krieg in der Ukraine mit dramatischen Auswirkungen auf Vormaterial- und Energiepreise.

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