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Nach Söder-Tweet: Bayern-Behörde verteidigt ihre Daten bei Ungeimpften-Inziden

06.12.2021 • 10:45

: Großer Wirbel um Söder-Tweet! Am 18. November 2021 teilte Markus Söder auf Twitter eine Statistik, die die 7-Tages-Inzidenz der geimpften und ungeimpften Personen in Bayern verdeutlichen sollte. Der große Unterschied ließ Zweifel an der Richtigkeit aufko

Großer Wirbel um Söder-Tweet! Am 18. November 2021 teilte Markus Söder auf Twitter eine Statistik, die die 7-Tages-Inzidenz der geimpften und ungeimpften Personen in Bayern verdeutlichen sollte. Bei den geimpften Personen gab es demnach 110 Infizierte auf 100.000 und bei den ungeimpften Personen 1.469 Infizierte auf 100.000 – ein großer Unterschied im Kampf gegen die Pandemie.

Recherchen deckten auf: Impfstatus bei Tausenden unklar

Recherchen der "Welt" deckten darauf auf, dass von den insgesamt 81.782 Corona-Fällen in Bayern in der Woche vom 24. November bei 57.489 der Impfstatus unbekannt gewesen sei. Diese seien dennoch in der Statistik des Söder-Tweets als ungeimpft gewertet worden.

LGL-Präsident weist Vorwürfe entschieden ab

Das für die Daten verantwortliche Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) äußerte sich nun zu den Vorwürfen. "Wir haben uns entschieden, die Fälle ohne Angaben zum Impfstatus zunächst zu den Ungeimpften zu zählen. Denn es hat sich herausgestellt, dass diese – nach später vorliegenden Daten – in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle ungeimpft waren. Ein bloßes Weglassen der fehlenden Werte hätte zu völlig falschen Inzidenzverhältnissen geführt", erklärte LGL-Präsident Walter Jonas. Eine "Umstellung der Berechnung" würde laut Jonas das Verhältnis der Inzidenzen von Ungeimpften zu Geimpften nicht verändern.

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