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Neue Blaulichtregel gefährdet Rettungskräfte

18.05.2022 • 14:20

Im Notfall möchte man sich auf sie verlassen können: Rettungskräfte. Jede Sekunde kann Leben retten, doch kommt es bei Rettungsfahrten immer wieder zu Unfällen - und das trotz Blaulicht und Martinshorn. Dennoch hat das Bundesverkehrsministerium nun die Anzahl der erlaubten Blaulichter an Fahrzeugen eingeschränkt.

Im Notfall möchte man sich auf sie verlassen können: Rettungskräfte. Jede Sekunde kann Leben retten, doch kommt es bei Rettungsfahrten immer wieder zu Unfällen - und das trotz Blaulicht und Martinshorn.

Dennoch hat das Bundesverkehrsministerium nun die Anzahl der erlaubten Blaulichter an Fahrzeugen eingeschränkt.

Bisher durften so viele Blaulichter wie nötig angebracht werden

Bisher durften Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr so viele Blaulichter am Fahrzeug anbringen, wie sie es für nötig hielten. Gerade zusätzliche Blitzlichter in Kühlergrill und Stoßstange könnten Einsatzfahrten laut "ndr.de" sicherer machen.
Leider werden Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr oft übersehen. Zudem bewirkt der bessere Schallschutz in modernen Autos, dass die Sirenen schlechter gehört werden.
Nun hat das Bundesverkehrsministerium den sogenannten Blaulicht-Paragrafen geändert. Demnach sei mehr als ein Blaulicht nur noch erlaubt, wenn es die "geometrische Sichtbarkeit" erfordere. Alles darüber hinaus verursache eine "Übersignalisierung" und verunsichere andere Verkehrsteilnehmer:innen.

Die neue Regelung kann vor allem auf Autobahnen gefährlich werden

Was unter "geometrische Sichtbarkeit" fällt ist hier entscheidend: Die über 50 Jahre alte Definition schreibt eine Lichtabdeckung von 270 Grad als ausreichend vor. Das schließt eine Abdeckung des Fahrzeughecks aus. Auch der neue Entwurf des Bundesverkehrsministeriums sorgt laut "ndr.de" bei Verbänden von Feuerwehr und Rettungsdienst für Empörung. So sollen im Rahmen der geometrischen Sichtbarkeit nach hinten gerichtete strahlende Warnleuchten am stehenden Fahrzeug nach spätestens 60 Sekunden automatisch abgestellt werden müssen. Gerade bei Einsätzen auf Autobahnen, auf denen sehr hohe Geschwindigkeiten herrschen, kann das lebensgefährlich werden.

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